204 Vergolden.
dieselben mit einer dünnen Zinkhaut bedecken, dann tragen sie einenBrei mit Schlämmkreide mit Weinstein versetzt, und einer Cy""'goldlösung, welche 10 Proc. Gold enthält, bereitet, mit einem Pinselauf, bürsten und waschen endlich den vergoldeten Gegenstand.
Roseleur und Lananx 1 ) bringen Chlorgold in eine Lösung vonphosphorsaurem Natron und setzen dieser Lösung schwefligsaures N""tron zu oder lösen das Chlorgold in pyrophosphorsaurem Natron-Die gut gereinigten und gebeizten Gegenstände werden kurze Zeit indie verdünnte kochende Lösung getaucht.
Mongeot 2 ) beizt die Gegenstände in einer sehr sauren Lösungvon Zink und 1 Proc. desselben an Quecksilber, wäscht und vergoldetzuerst in einem goldhaltigen mit Blntlaugensalz und pyrophosphor-saurem Natron, dann in einem mit Cyankalium bereiteten stärkerenGoldbade 8 ).
Die Lösung von Chlorgold in Aether dient zur Vergoldung vonStahl und Eisen, Man taucht das Eisen in solche Lösung, welche manerhält, wenn trockenes Chlorgold mit Schwefeläther geschüttelt wird,oder bestreicht die polirte Fläche damit; sowie der Aether verdampft,zeigt sich die Vergoldung. Dieses Verfahren findet namentlich A"'wendung bei der Vergoldung der Nähnadeln u. dergl.
6. Contactvergoldung. Die hydroelektrische Contactvergol'düng 4 ) ist von der voransfehenden Methode in derThat nur darin ver-schieden, dass die cyangoldhaltige Flüssigkeit durch Zusatz von Koch-salz leitender gemacht und auf eine Berührung der zu vergoldendenGegenstände mit Zink gesehen wird. Es ist zweckmässig, letzteresMetall nicht tief in die Flüssigkeit tauchen zu lassen, weil sich sonstzu viel Gold darauf pulverförmig ausscheidet und sich zu viel Cyan-zink bildet, welches sich nicht ganz leicht löst und daher oft Verunreini-gung der Vergoldung vetanlasst. Fehling 5 ) hat gezeigt, dass sichmit diesem Verfahren eine beliebig dicke Goldschicht erzeugen lässtund zwar am raschesten, wenn die Flüssigkeit auf einer Temperatur voö100° C. erhalten wird, fast eben so schnell wie bei Benutzung einetkalten Lösung und einer galvanischen Batterie von 6 Elementen, derenPlatten 4 Quadratdecimeter Grösse e ) haben. Die zu vergoldende"Gegenstände müssen, wenn sie mit einer stärkeren Schicht Gold belegtwerden sollen, etwa alle 2 Minuten aus der Lösung genommen undmit Weinstein geputzt werden. Es lagert sich dann aus einer circ»1 Proc. Gold enthaltenden Lösung auf 50 Quadratcentimeter Oberfläch 0circa 0,006 Grm. Gold in der Minute ab.
Frankenstein’s Goldlösung besteht aus 1 Thl. Chlorgold,Thln. Blntlaugensalz, 10 Thln. Kochsalz und 50 Thln. Wasser, oi etauf 1 Thl. Goldchlorid aus 6 Thln. Blntlaugensalz, 4 Thln. kohlensaure" 1Kali, 6 Thln. Kochsalz und 50 Thln. Wasser. Nach einer andere"
1) Aus d. Technologiste 1847, p. 341; Dingt, polyt. Journ. Bd. CV, S. 29. ^
2) Armengaud, ge'nie industr. 1854, p. 158; Dingt, polyt. Journ. Bd. CXXXl’’
S. 132. —- 3 ) Bovy Dorage sericigran, seidenartige Vergoldung für Uhrenbesta»"'
theile. Armengaud, genie industr. 1856, S. 250; Dingl. polyt. Journ. Bd. C£h '
S. 40. — 4 ) Franken stein, hydroelektrische Contactvergoldung, Gratz 1842- ""
Fehling, Dingl. polyt. Journ. Bd. LXXXVII, S. 290; Bd. XC, S. 110. — E 19 'ner, Bd. C, S. 124. — Barral, Bd. CII, S. 30; aus Compt. rend. 1846, S. 1- T
8 ) Dingl. polvt. Journ. Bd. LXXXVI, S. 290. — 6 * ) Dumas, aus d. Compt. re»
T. XII, p. 998; Dingl. polyt. Journ. Bd. LXXXIII, S. 125.