Vergolden. 207
daraus, dass man in 12—21 Minuten sowohl mit Hülfe der galvani-schen Batterie, wie mittelst der Contactvergoldung eben so stark wieUrch Amalgam vergolden kann, und dass bei einer Temperatur von00° C. die Gegenstände sich ohne Apparat (durch Contactvergoldung)e 6n so stark in derselben Zeit mit Gold belegen als bei Anwendungeiner passenden Batterie und nur 15° C. der Flüssigkeit.
Um die Quantität des Goldes zu bestimmen, welche sich währende r Operation beim galvanischen Verfahren auf den Gegenständen ab-a _S e rt, hat man verschiedene Wege benutzt. Der sicherste, jedoch häufigQicht anwendbare, weil er vollständiges Abwaschen und Abtrocknener Gegenstände erheischt, was umständlich ist und leicht zu Fleckeneranlassung giebt, ist das wiederholte Wägen des abgetrocknetenStückes. Elsner * 1 ) empfiehlt mit Anoden von Goldblech zu arbeitenQn d aus der Abnahme des negativen Polbleches auf die Menge des ampositiven Pol abgesetzten Goldes zu schliessen. Der Schluss ist nichtSanz zuverlässig, da es nicht richtig ist, dass von dem Goldblech stetsS e nau so viel aufgelöst wird, als sich an dem Arbeitsstücke absetzt, mitanderen Worten, dass die Lösung stets auf dem gleichen Goldgehalt^ährend der Operation bleibt. Leuchtenberg 2 ) ermittelt den Gold-8 e halt der Lösung vor und nach der Operation, wendet Platin-Elektro-y n an, was in vieler Hinsicht bequem ist, aber allerdings veranlasst,^ass die Goldlösungen sehr rasch an Goldgehalt abnehmen, wodurch^an mit minder gesättigten Lösungen arbeitend, weniger Gold in ge-S e bener Zeit niederschlägt. Bei constanter Temperatur, constanter^atterie kann man auf einen bestimmten Goldniederschlag in bestimmter." e it ziemlich genau rechnen, wie eben gezeigt und ist dies auch meistder Praxis das allein Maassgebende, da die Wägungen umständlich,unausführbar sind, weil bei grösseren Stücken das Goldgewicht einen^ kleinen Bruchtheil des Ganzen ausmacht und die Untersuchung derLösungen weder leicht noch genau genug in den meisten Fällen er-Se heint.
Um von alten vergoldeten Gegenständen das Gold wieder zu ge-^‘önen schlägt man verschiedene Wege ein. Man nennt dies das Ab-8 Pfengen. Entweder bestreicht man das erwärmte Stück mit Gemengena,I 8 Salmiak und Schwefel, welche man häufig noch mit etwas Salpeterü pd Borax mengt, und mittelst Essig zu einem Brei anriihrt, trocknen
^ a 8st, wiederholt bestreicht, bis eine etwa liniendicke Schicht aufliegt,tin erhitzt man zum schwachen Rothgliihen, löscht in verdünnter
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efelsäure, worin man einige Stunden liegen lässt und mit Hülfe
Kratzbürste zuletzt das gebildete Schwefelgold und Schwefelkupfer
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Jöllig ablöst. Diesen Abfall schmilzt man mit Salpeter und Borax undr ®ibt den erhaltenen Regulus mit Blei ab. Wimmer 3 ) bestreicht nureiner gesättigten Lösung von Salmiak in Essig, der auf dem erwärm-e h Stücke rasch verdampft, und erhitzt dann bis zum dunkeln Roth-^kihen, nicht stärker weil sonst das Gold wieder festbrennt, wirft dann1,1 kalte verdünnte Schwefelsäure.
Nach d’Arcet gelingt es eben so gut, wenn man das Stück ziem-* c h rothwarm macht, mit Schwefel bestreut und die Operation mehr-mals wiederholt, endlich wie vorher beschrieben verfährt. In vielen
i Dingl. polyt. Journ. Bd. C, S. 491. — 2 ) Dingl. polyt. Journ. Bd. XCIX,
1 — 3 j Dingl. polyt. Journ. Bd. CXXI, S. 127.