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Neunter Band.
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Vergolden. 209

s °rgfältigem Waschen mit Wasser reines Gold. Der grüngelbe Nieder-schlag enthielt bei einem Versuch etwa viermal so viel Gold als derdurch Zink gefällte. Wenn man die saure gekochte Lösung mit demNiederschlag mit Schwefelwasserstoff behandelt, erhält man alles Golda is Schwefelgold was durch Glühen und Schmelzen mit saurem schwe-ielsaurem Kali ebenfalls leicht reines Gold liefert (Varrentrapp).

Man hat sich vielfach bemüht, Seide auf chemischem Wege mitMetallisch glänzendem Gold zu überziehen, um dieselbe statt der mitQolddraht übersponnenen Gewebe benutzen zu können. Bretthauer 1 )hat ein Verfahren, welches jedoch noch nicht technisch ausgebildetWar, veröffentlicht, was darin besteht, Seidenstoffe mit glatter Flä-che mit möglichst neutraler Chlorgoldlösung zu tränken. Die SeideBirnmt alles Gold aus der Lösung auf. In einer an Phosphorwasserstoffeicht allzureichen Atmosphäre findet dann die Reduction des Goldsalzesstatt. Ist zu viel Phoephorwasserstoff auf einmal vorhanden, so solls tch Phosphorgold bilden, welches, auch wenn es nachher durch Ueber-gehen mit einem heissen Bügeleisen zersetzt wird, keine blanke Oberflächehef'ert. Er glaubt, es könne vortheilhaft sein, um directe Reduction'les Goldsalzes durch die Seide zu vermeiden, wodurch sie purpurrothgefärbt wird, dieselbe mit einer schwachen Harzlösung zu tränken.Später schien Kröning 2 ) ein Verfahren gefunden zu haben, welcheshen technischen Ansprüchen entsprechen sollte; Genaueres darüber isteicht veröffentlicht worden. Andere haben, wie Brettschneider ver-fahren, statt Phosphorwasserstoff nur Wasserstoff zur Reduction benutzt,^ach Barrestvil 3 ) soll de Pouilly die Seide erst mit Kupfer über-gehen und diese dann galvanisch vergolden. Burot 4 ) tancht die ingespannter Lage gehaltenen Fäden in salpetersaures Silber, welches inüberschüssigem Ammoniak gelöst ist, trocknet, setzt einem Stromv on Wasserstoffgas aus und vergoldet auf galvanischem Wege. End-lich befestigt Fonrobert 5 ) Gold oder Silber auf Seide, indem erdieselbe durch Kochen in Zinkchlorid anbeizt, wascht und in ein Wasserbringt, worin durch feines Zerreiben von Blattgold suspendirte Gold-bitter sich befinden. Diese heften sich beim Kochen auf die Seide, dieüaeh dem Trocknen geglänzt wird.

Nach Blankrode 6 ) kommt aus Südamerika eine Seifenrinde imffandel vor, deren Auszug zum Waschen von Seide und Wolle benutztWird. Fügt man das wässerige Extract zu einer neutralen Goldchlorid-lösung, so scheidet sich das Gold in cohärenter Form als Spiegel aus.

Ueber die Darstellung einer Belegung des Glases mit Gold hatL Liebig 7 ) genaue Mittheilung gegeben. Man löst Gold in Königs-wasser, setzt auf jedes Gramm Gold 292 Milligrm. Kochsalzzu, verdampftz ür Trockne und bis zur Verjagung jeder Spur überschüssiger Säureu nd macht eine Lösung des Doppelsalzes in Wasser, so dass je 100^C. genau f000 Milligrm. Gold enthalten. Hiervon werden 50 0C. mit

i) Dingl. polyt. Journ. Bd. LXXXIX, S. 41. — 2 ) Dingl. polyt. Jonrn. Bd. CVIII,

76. — 3j B u n e t. de la soc. d’encour. 1853, S. 541; Dingl. polyt. Jonrn. Bd. CXXX,

319. — 4 ) Rep. of pat, Invent. 1858, S. 312; Dingl. polyt. Journ. Bd. CXLVIl'

a -449. — 5) Rep. of pat. Invent. 1860, S. 412; Dingl. polyt. Journ. Bd. CLVIII,'iJ' ®I7. — «) Repert. de chim. appl. T. II, p. 8; IVagner’s Jahresber. d. ehern!

l6 chn. 1860, Bd. VI, 296. — 7 ) Aus Annal. d. Chein. u. Pharm. 1856, S. 122;

* n gl. polyt. Journ. Bd. CXL, S. 203.

Handwörterbuch der Chemie. Bd. IX.

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