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212 Verkupfern.

ohne das aufgeschmolzene Metall zu beschädigen. Die Oberflächewird dadurch völlig glatt. Pomeroy 1 ) taucht das Eisen in starküberhitztes geschmolzenes Kupfer, man soll die anhängende Schichtnach dem Herausnehmen durch Kratzbürsten vertheilen. Wenn manmit Chlorzink abgebeizt hat, dieses auf dem Eisen durch Erhitzungtrocknen lässt und dann in geschmolzenes Kupfer taucht, welches nut2 Proc. Zink und 1 Proc. Zinn versetzt ist, erhält man nach Watt u-Burghess 2 ) ein schöneres Fabrikat. Gripel u. Redwood 3 ) schmel'zen Zink unter einer Decke von Chlorzink und Kochsalz, tauchen dasEisen mehrmals ein, schmelzen dann Kupfer unter einer Decke vonboraxhaltigem Bleisilicat und tauchen das verzinkte Eisen wieder ein 4 S. )-Mit Messing kann man natürlich auf gleiche Weise einen Ueberzughersteilen. Nach denselben gelingt auch eine dünne Verkupferung)wenn man auf den Boden eines Tiegels Kupferchlorid bringt, deneisernen Gegenstand darüber auf hängt, den Tiegel zudeckt und inrothgliihendem Zustand erhält, bis das Kupferchlorid verflüchtigt ist-Bringt man den Gegenstand nachher in einen rothglühenden Tiegel)der etwas Zinkchlorid enthält, so bildet sich Messing.

Einen sehr dünnen Ueberzug von Kupfer oder Messing auf Guss-eisen kann man auf mechanischem Wege auch geben, wenn man dieGegenstände stark und lange am besten mit mechanisch bewegtetKratzbürsten von betreffendem Metalldraht reiben lässt 6 ).

Durch Eintauchen von Schmiedeeisen in saure Lösungen vonKupfervitriol, rasches Abwaschen und Putzen mit Kreide kann mandasselbe mit einer dünnen Kupferschicht überziehen, die einige Reibungverträgt, ohne sich abzulösen, wenn sie dünn genug blieb und raschgetrocknet wird. Man nimmt eine concentrirte kalte Lösung vonKupfervitriol, vermischt mit dem halben Volumen englischer Schwefel'säure, wodurch sich ein Theil des Vitriols pulverförmig ausscheidet)und taucht in diese Flüssigkeit ein oder übergiesst nur damit, um so-fort in warmem Wasser, in verdünnter Sodalösung und wieder 111Wasser zu waschen 6 ). Andere ') empfehlen 2 Thle. Vitriol und 1 Tbl-Schwefelsäure in 50 Thln. Wasser gelöst als Verkupferungsflüssigkeit)oder auch 8 ) einige Tropfen Kupfervitriollösung mit Salzsäure versetzt)welche mit dreimal ihrem Gewicht Wasser verdünnt ist. Nach jedes'maligem Eintauchen setzt man rasch wieder einige Tropfen Kupfer'vitriollösung zu der Flüssigkeit.

Weit stärker und dauerhafter lässt sich das Eisen und Zink mitHülfe von Lösungen, welche weinsaures Kupferoxyd-Kali enthalten)verkupfern, besonders wenn man nach Lüdersdorff 9 ) vorher eine sehrdünne Verzinnung der Oberflächen bewirkt. Die Reinigung der frische' 1Gussstücke von Zink geschieht durch Bürsten mit Sand, den man miteiner gesättigten Lösung von Weinstein in Ammoniak befeuchtet hat-Um die Verzinnungsflüssigkeit darzustellen erhitzt man ein Gemeug®von 1 Tlil. Zinnchlorid, 2 Thln. Weinstein und 4 bis 5 Thln. Wasserungefähr 75° C. Bei Anwendung von Zinnchloriir (sogenannten 1

!) Dingt, polyt. Journ. Bd. CXVIII, S. 116. - 2 ) Dingt, polyt. Jou 1 '“'

Bd. CXXXIII, S. 237. — s ) Dingt, polyt. Journ. Bd. CXXI, S. 271. — *) Buck'

lin, Dingt, polyt. Journ. Bd. CXXVIII, S. 54. —. B ) Dingt, polyt. Journ. Bd. CXk ’

S. 236. — 6 ) Dingt, polyt. Journ. Bd. CX, S. 437. — 7 ) Dingt, polyt. Jo“ 1 '"'

Bd. CXVIII, S. 360. — 8 ) Dingl. polyt. Journ. Bd. CXIII, S. 156. — 9 ) Ding 1 -

polyt. Journ. Bd. CXXI, S. 129 u. 213.