Verkupfern. 213
^innsalz) erhält man graue Ablagerungen. Die Chloridlösung benutztDan, um feinkörnigen Sand damit zu befeuchten und mit einer Bürsteden Brei auf den Zinkgegenständen aufzutragen und zu verreiben biseine glatte glänzende Oberfläche erlangt ist. Gegenstände von Kupfer,Messing, Eisen oder Blei verzinnen sich auf diese Weise nicht gut;er setzt man aber einen Theil des Sandes durch Zinkfeile oder Zink-Pulver, so werden auch sie rasch verzinnt. Die Verkupferungsfliissig-*eit stellt man dar durch Erwärmen von 24 Thln. Wasser bis zu 75°C.,dem man 12 Thle. Weinstein und 1 Thl. kohlensaures Kupferoxyd zu-gesetzt hat. Wenn das Entweichen der Kohlensäure beendigt ist, fügtDan der jetzt erhaltenen Flüssigkeit so lange Kreide hinzu, als nochVifbrausen erfolgt, wozu ungefähr 3 1 j 2 Thle. Kreide erforderlichs ein werden. Man lässt den Niederschlag absetzen und wascht den-Se lben mit so viel Wasser aus, dass 48 Thle. Lösung erhalten werden.
diese kann man die zu verkupfernden Gegenstände einlegen oderbesser mit Hülfe von Sand oder von Sand und Zinkfeile wie oben be-fi chrieben mit einer dünnen Kupferschicht überziehen. Sobald freilicha lle Stellen mit Kupfer belegt sind, hört die Wirkung des Zinkes auf'ind der Knpferabsatz verstärkt sich nicht mehr.
Setzt man der Flüssigkeit drei bis zehn Procent Salmiak zu, soerhält inan einen mehr oder minder rothen Messingiiberzug. Zu diesem^"’eck lässt sich eine Lösung von 1 Thl. kohlensaurem Kupferoxyd in' b Thln. einer gesättigten Salmiaklösung, die man mit Sand und Kreidey ermischt, sehr gut zum Anleihen benutzen. Setzt man ebensovielNeutrales weinsaures Kali zu, so erhält man einen schönen Tombacktonbei weniger Kalisalz mehr Messingfarbe.
Auf galvanischem Wege verkupfert man Eisen und Zink mit Lö-sungen von Kupfer in Cyankaliuin (s. Bd.IIT, S. 314), oder indem manbohlensaures Kupferoxydhydrat in Weinstein löst und mit überschüssi-gem kohlensauren Kali versetzt, oder kohlensaures Kupferoxydhydratln schwefligsaurem Natron löst 1 ). Sind auf solche Weise die Gegen-wände vollständig mit Kupfer überzogen, so kann man, wenn der Nie-derschlag dicker werden soll, nachdem man sie gut abgewaschen hat,eine mit etwas Schwefelsäure versetzte gesättigte Kupfervitriollösungat) wenden; diese Lösung ist viel billiger und giebt bei schwächeremgalvanischen Strom in derselben Zeit viel dickere Ablagerungen. NurDuss man Sorge tragen, die Gegenstände erst einzutauchen, wenn siebereits leitend mit, dem Zinkpol der Batterie verbunden sind.
Oudry in Auteuil bei Paris überzieht grosse gusseiserne Gegen-wände, Gascandelaber, grosse Schalen für Springbrunnen u. dergl. mit®Der sehr dicken Kupferschicht auf galvanischem Wege, indem er dieseGegenstände zuerst durch Oelanstriche mit einem Nichtleiter überzieht,dann die Oberfläche mittelst Graphit leitend macht, und darauf aufgalvanischem Wege verkupfert. Er spart hierdurch die Anwendung'dkalischer Kupferlösungen.
Statt Kupfer kann man auch Blei oder Zinn aus alkalischerLösung auf die eisernen und aus Zink bestehenden Gegenstände gal-v anisch fällen und dann mit Kupfervitriol den starken Kupferüberzuga blag e m 2 ).
b Jacobi, Dingt, polyt. Journ. Bd. XC1V, S. 244.— Elsner u. Philipp, ebend.ß<i - XCV, S. 447._ Elsner, Bd. XCVII, S. 429. — 2 ) Blackwich u. Norri«,