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Vermiculit. — Vernickeln.
Man hat auch empfohlen, Buchdruckerlettern mit einem dünnerUeberzug von Kupfer zu versehen 4 ) und behauptet, dass sie sich besserdruckten und länger dauerten, die Erfahrung hat sich aber dagegenerklären müssen.
Um Messing und Argentan emailliren (s.2. Aufl. Bd. II, 3, S. 755)zu können, überzieht man dieselben mit einer dünnen Schicht Kupferauf galvanischem Wege. F
Vermiculit aus Vermont in Nordamerika enthält nach T h o m'son 2 ) 49,08 Kieselsäure, 7,28 Thonerde, 16,96 Magnesia, 16,12 Eisenoxy*dul, 10,27 Wasser und gleicht schuppigem Talk, hat aber die Eigenschaftvor dem Löthrohre ausserordentlich stark wurmartig aufzuschwellen,bevor es schmilzt. Ein eben so genanntes Mineral von Milbury inMassachusetts ergab nach Crossley 3 ) 35,74 Kieselsäure, 16,42 Thon-erde, 27,44 Magnesia, 10,02 Eisenoxydul, 10,30 Wasser und steht deinChlorit nahe, während*G. J. Brush 4 ) ein von W. Jefferis nahe beidem Fundorte des Klinochlor von Westchester in Pennsylvanien gefun-denes phyllitisches Mineral analysirte, welches 37,10 Kieselsäure,17,57 Thonerde, 10,54 Eisenoxyd, 1,26 Eisenoxydul, 0,56 Kalk,19,65 Magnesia, 0,43 Kali, Spuren von Natron und 13,76 Wasser er-gab. Dasselbe findet sich in grossen bis 6 Zoll breiten und 1 Zolldicken sechsseitig tafelartigen Krystallen von gelber bis brauner Farbe,ist vollkommen basisch spaltbar, optisch zweiachsig, mehr oder wenige 1durchscheinend und hat die Härte = 2,0, das specif. Gewicht = 2,30.Dieses im Aussehen vom Vermiculit Thomson’s sehr verschiedeneMineral hat auch wie derselbe die Eigenschaft, sich vor dem Löthrohreausserordentlich stark aufzublättern bevor es schmilzt. Hiernach bleibtes noch zweifelhaft, weil die Analysen nicht übereinstimmen, wie derVermiculit zusammengesetzt sei, und welches Mineral mit Recht diesenNamen führen soll, wenn auch eine gewisse Verwandtschaft nicht Züverkennen ist. Das verschiedene Vorkommen in schuppigen Aggrega-ten und in grossen Krystallblättern würde kein Widerspruch sein, weildieses bei anderen Phylliten auch beobachtet wird. J£.
Vermillon, syn. Zinnober, s. unter Quecksilber*s u 1 fu r e t (Bd. VI, S. 793).
Vermodern heisst die unvollständige Verwesung organischerKörper bei beschränktem Luftzutritt und bei Gegenwart von Feuchtig'keit, bei welcher sich sogenannte Modersubstanzen bilden (s. unterHumus Bd. III, S. 923).
Vermontit ist eine von den fünf Arten (Giftkies, Mispickel,Vermontit, Dalarnit und Akontit), in welche A. Breithaupt ,wege^Winkeldifferenzen der Krystalle den Arsenikkies trennte.
Vernickeln. Nach Böttger 5 ) ist das geeignetste Salz zQlgalvanischen Ablagerung des Nickels das schwefelsaure Nickeloxydul'
Dingl. poiyt. Journ. Bd. CXY, S. 413. — Sorin, ebendas. Bd. CXL, S. 2 ° 6,Bd. CXLIV, S. 37. — Bacco, Bd. CLIV, S. 157; auch Gourlier, Bd. CL ? S*
— 4 ) Dingl. poiyt. Journ. Bd. CV, S. 320 u. Bd. CXVIII, S. 118. —’ 2) DessenOutl. of Min. T. I, p. 373. — 3 ) Dana’s System of Min. p. 291. — 4 ) Am er ' c 'Journ. of Sc. T. XXXI, p. 369. — 5) Dingl. poiyt. Journ. Bd. XC S. 366.