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234 Verwandtschaft, chemische.

vereinigt. Sofern bei solchen Zersetzungen einem Körper, der in d® rzu zersetzenden Verbindung enthalten ist, gleichsam die Wahl gelassenwird, mit dem Körper, mit welchem er bis dahin vereinigt war, vet'bunden.zu bleiben, oder sich mit einem ihm neu dargebotenen zu V er 'binden, bezeichnet man sie als Zersetzungen durch Wahl verwand*'Schaft. — Man spricht von einfacher Wahlverwandtschaft danO'wenn auf eine Verbindung ein (gewöhnlich einfacher zusammengesetzte*)Körper zersetzend einwirkt, welcher nur oder zunächst zu einem The 1 *jener Verbindung Verwandtschaft äussert. Bei der Einwirkung ein* 5Körpers A auf eine Verbindung BC kann letztere zersetzt werden un*ter Bildung von A C und Ausscheidung von B (Zn giebt mit Ag* 5= Zn€l und Ag); es kann auch ein Theil von C mit 2? so vereinigt sei 11 ’dass bei der Zersetzung nur der andere Theil von C sich mit A vef'bindet und also A die Verbindung BCC unter Bildung von A C u"“Ausscheidung von BC zersetzt (Zn giebt mit C0 2 = ZnO und CO)oder es kann ein Theil von C mit B so vereinigt sein, dass diese beide 11Körper sich mit A verbinden und der andere Theil von C ausgeschi®'den wird, d. h. dass A die Verbindung BCC unter Bildung von 4-ßund Freiwerden von C zersetzt (S0 3 giebt mit Mn0 2 , MnO.SOsund 0).

Von doppelter oder gegenseitiger Wahlverwandtschaftspricht man dann, wenn zwei Körper sich gegenseitig in der Art z® 1 “setzen, dass ein Bestandteil der einen Verbindung Verwandtschaft Zl1einem Bestandteil der zweiten, der andere Bestandteil der erster® 11Verbindung Verwandtschaft zu dem andern Bestandteil der zweit® 11äussert, also aus zwei Verbindungen AB und CD zwei neue AD nn®BC werden (PbO und HS geben Pb S und HO). Streng genomrit® 11gehören hierher nicht die Fälle, wo zwei Verbindungen sich gegenseitjzersetzen, indem ein Bestandteil der einen sich mit einem Bestandth® 1der anderen vereinigt, wenn die anderen Bestandteile keine Verwand'Schaft zu einander äussern, die gegenseitige Einwirkung der zwei V® r "bindungen AB und CD also die neue Verbindung AD giebt und*:und C in freiem Zustand Auftreten lässt (2H1 und S 0 2 geben 2HO, "und S).

Es kann hier nicht darauf eingegangen werden, noch mehr 1119Einzelne und für verhältnissmässig seltnere Fälle schematisch anzug®ben, wie Zersetzungen durch Wahlverwandtschaft erfolgen können; fl®mentlicli da auch in dieser Beziehung, wie einzelne solche Fälle ;ll ‘zufassen und welchen Kategorien sie zuzutheilen seien, die Ansicld® 11der Chemiker oft auseinander gehen.

Bei allen Zersetzungen durch Wahlverwandtschaft ist, was :19ruhende Verwandtschaft die Bestandteile einer Verbindungsainmenhalt oder als Summe der ruhenden Verwandtschaften in z')® 1unter sich zur Einwirkung kommenden Verbindungen vorhanden 1?kleiner als die trennende Verwandtschaft, welche einem Besta>' 1 ^theil eiuer bisher bestehenden Verbindung zu einem auf denselben cl "wirkenden Körper zukommt, oder als die Summe der trennenden » ®j_wandtschaften, welche die Bestandtheile zweier Verbindungen wech®®^seitig äussern. Dass Zersetzung wirklich erfolge und das, was an ^hender Verwandtschaft bereits bestehende Verbindungen zusammenha^von dem, was als trennende Verwandtschaft auf die Bildung nell grVerbindungen hinarbeitet, überwunden werde, kann in verschied® 11

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