238 Verwandtschaft, chemische.
der als Lösungsmittel verwendeten Flüssigkeit zu diesen Substanz eDund Körpern als verschwindend klein und für das Endresultat der E 1 ®Wirkung nicht in Betracht kommend. Wenn dies auch für sehr viß* *Fälle zugestanden werden kann, trifft es für andere bestimmt nicht zj 1 ’wo der Erfolg der Einwirkung ganz durch die Natur und durch d* 6Quantität des Lösungsmittels bedingt wird *); man spricht hier, nie®ganz richtig, von Fällen reciproker Verwandtschaft, die auf der Vund Menge des angewendeten Lösungsmittels beruhen. — Je nachd ®® 1Wasser oder Alkohol als Lösungsmittel zugegen ist, vereinigt sich d« äKali, wenn es zwischen Essigsäure und Kohlensäure zu wählen h® ’bald mit der einen oder der andern Säure, resp. wird es bald dur®die erstere bald durch die zweite Säure aus der Verbindung mit d erandern abgeschieden: kohlensaures Kali wird durch wässerige Es fl »säure unter Bildung von essigsaurem Kali und Entwickelung von K ° 1lensäure zersetzt, während umgekehrt essigsaures Kali in alkoholisch®*Lösung durch eingeleitete Kohlensäure unter Ausscheidung von kohl e1 'saurem Kali zersetzt wird. — Auf dieselbe Verbindung oder aufähnliche Verbindungen kann derselbe Körper wesentlich verschied 61 ' 6Zersetzungseffecte äussern je nach der Art der als Lösungsmittel a«o®^wendeten Flüssigkeit, und namentlich zeigt sich oft eine Zersetz« 11 »bei Anwendung einer das Zersetzungsproduct lösenden, und dad« 1 '®^immer neue Mengen der ursprünglich vorhandenen Substanzen zur f ? 3genseitigen Einwirkung bringenden Flüssigkeit rasch verlaufend, eh-rend bei Anwendung einer das Zersetzungsproduct nicht lösendFlüssigkeit dasselbe die eine der ursprünglich vorhandenen Substanz®umkleiden und das Vorsichgehen der Zersetzung verlangsamen 0 .ganz hindern kann. Kohlensaurer Kalk und kohlensaure Magn 6 “^werden durch wässerige Salzsäure oder Salpetersäure leicht und stet 1 «
tei*
fl«
zersetzt, indem die aus beiden kohlensauren Salzen mit den genan«Säuren entstehenden Salze in Wasser sich leicht lösen und immer n®Mengen noch freier Säure auf das noch unzersetzte kohlensaure S®einwirken können; aber die Zersetzung mittelst Schwefelsäure schre 1nur bei der kohlensauren Magnesia, die ein in Wasser leicht löslich ^schwefelsaures Salz bildet, stetig vor, während die Einwirkung aSchwefelsäure auf den kohlensauren Kalk in Folge der Umkleid « 1des letzteren mit schwerlöslichem schwefelsaurem Kalk bald gehin«®^wird. — Hierher rechnet man auch die ganz verschiedenen Zer®,zungseffeete, welche Salpetersäure auf kohlensaure Salze ausübt,^nach der Menge, Wasser, welches der Salpetersäure beigemischtoder je nachdem diese Säure mit Wasser oder mit Alkohol gend s ® fist, und ferner je nachdem das entstehende salpetersaure Salz i« _ econcentrirten oder mit mehr Wasser oder mit Alkohol versetzten S ® 11löslich ist oder nicht; concentrirte Salpetersäure zersetzt die kohl ell ®®' ? ,ren Salze von Bleioxyd, Kalk, Baryt und Natron nicht, mit mehr y‘^ eser vermischte aber rasch; concentrirte und auch mit Wasser verdü«Salpetersäure zersetzen das kohlensaure Kali leicht, mit Alkohol *mischte Salpetersäure aber nicht; die Zersetzung erfolgt dann 1,1
, KgllÜ*
*) Vergl. H. Uose’s Untersuchungen über den Einfluss des Wassers bei c jgg,sehen Zersetzungen in Pogg. Annal. Bd. LXXXII, S. 545; Bd. LXXXHl*
417; Bd. LXXXIV, S. 52, 461; Bd. LXXXV, S. 107, 304; Bd. LXXXVl, >279, 465; Bd. LXXXVIII, S. 482; Bd. LXXXIX, S. 473.