240 Verwandtschaft, chemische.
fel3 und des Quecksilbers z. B.) können durch innige Anziehung sid*so vereinigen, dass die resultirende Verbindung sich in mehrfacherziehnng wie Ein Ganzes wie Ein Körper verhält (z. B. als Ganz essublimirt werden kann); aber Zersetzung erfolgt, wenn eine solche Ve>bindung der Einwirkung einer Substanz ausgesetzt wird, deren kleinst eTheilchen zu denen des einen Bestandteils der Verbindung eine grösser 15Anziehung haben, als die kleinsten Theilchen des einen Bestandthe 1der Verbindung zu denen der anderen. Eine verschiedene Grösse d efVerwandtschaften, welche derselbe Körper zu verschiedenen andere®Substanzen hat, wurde damals schon angenommen; die Kraft selb 5aber, welche sich zwischen verschiedenen Körpern und unter versch 1 ®denen Umständen in ungleichem Grade als chemische Verwandtschsäussern kann, kaum genauer deünirt. Auch die spätere Zeit hat b e 'ziiglich dieser Kraft selbst wenig Genaueres kennen gelehrt. Einig 0haben mit Newton die chemische Verwandtschaftskraft für verschied« 5 ®von der allgemeinen Anziehungskraft (der Schwerkraft) gehalten; ilI)dere haben mit Buffon angenommen, dass die Erscheinungen derVe f 'wandtschaft und die der Schwere durch eine und dieselbe Kraft bewirfwerden, und den Grund dafür, dass verschiedene Körper sich chemis®mit sehr ungleicher Stärke anziehen, darin gesucht, dass für die ch®'mische Verwandtschaft die Form der kleinsten Theilchen, und wieGestalten der kleinsten Theilchen verschiedener Körper eine grosse 1 ®oder geringere Annäherung der Schwerpunkte derselben zulasse 11 ’wesentlich in Betracht kommen. Die letztere Betrachtungsweise, d* ? ‘die chemische Anziehung und die Erscheinungen der Schwere du rCdieselbe Kraft bewirkt werden, wurde auch in den Theorien der \ ® rwandtschaft anerkannt, welche 'gegen das Ende des vorigen und •‘jjAnfang dieses Jahrhunderts aufgestellt jetzt noch als hauptsächb®wichtige zu betrachten sind: in Bergmanns und in Berthollct 5Verwandtschaftstheorie. Wir besprechen beide weiter unten; in beid® 11ist Vieles enthalten, was unabhängig ist davon, welche Kraft man s 1 ®^als Ursache der Anziehung der kleinsten Theilchen verschiedener 1 &per denkt, und nur voraussetzt, dass man überhaupt anerkennt: zwisch«^den kleinsten Theilchen verschiedener Körper existire Anziehung, u ®zwar sei diese für verschiedene Paare von Körpern und für versch 1 ®dene Umstände eine ungleiche.
Von 1806 etwa an verdrängte eine andere Anschauungsweise Q _bisher gehegte Ansicht, dass die chemischen Anziehungen eine bes°®^dere Art von Wirkung der allgemeinen Attractionskraft seien; Il1 ‘glaubte die chemische Verwandtschaftskraft richtiger in einer Zurii®führung derselben auf Elektricität zu erkennen. H. Davy spracherst bestimmt die Ansicht aus, dass chemische Verbindungen und 2®^Setzungen abzuleiten seien von elektrischen Attractionen und B e P u ^sionen, und dass die chemischen und die elektrischen Erscheinung®von derselben Ursache hervorgebracht werden. Chemische und d® ^frische Erscheinungen dachte sich Davy in der Art als Wirkung®^einer und derselben Kraft, dass elektrische Erscheinungen bei devgenseitigen Einwirkung grösserer Massen der Körper, chemische ^der gegenseitigen Einwirkung der kleinsten Theilchen der Körper ® _
treten; dieselbe Kraft, welche die Körper in die entgegengesetzten efrischen Zustände versetze und ihnen also Anziehungsvermögen z uander ertheile, könne auch die kleinsten Theilchen der Körper mit