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Neunter Band.
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Verwandtschaft, chemische.

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enthält, bei 0° und darunter schwefelsaures Natron krystallisirt undChlormagnesium gelöst bleibt, bei gewöhnlicher Temperatur hingegenChlornatrium und schwefelsaure Magnesia krystallisiren, über 50°C.e ndlich wieder schwmfelsaures Natron auskrystallisirt, so beruht diesdarauf, dass aus den vier in jener Flüssigkeit zunächst enthaltenenSalzen: schwefelsaures Natron, schwefelsaure Magnesia, Chlornatriumbnd Chlormagnesium, sich immer das unter den obwaltenden UmständenWenigst lösliche Salz ausscheidet und dann die drei übrigen Salze stetsJ^eder unter Neubildung des ersteren ein Gleichgewichtsverhältniss” e rzustellen streben. — Wenn bei gewöhnlicher Temperatur (in Lösung)^°h salpetersaurer Kalk und kohlensaures Ammoniak zu kohlensaurein^•alk und salpetersaurem Ammoniak umsetzen, bei höherer TemperaturQle Einwirkung der beiden letzteren Salze wieder die beiden ersteren® r giebt, so ist es auch im ersten Fall die Ausscheidung des unlöslichen°hlensauren Kalks, im zweiten die des sich verflüchtigenden kohlen-^Uren Ammoniaks, auf was es beruht, dass die Einwirkung über dasUsammenbestehen der vier aus den genannten Säuren und Basen mög-lc hen Salze hinausgeht und zu so verschiedenartigen Endresultaten führt.

Bei diesen Ansichten darüber, dass vollständige Zersetzung nieÖar durch die Ungleichheit der Verwandtschaftsgrössen, sondern immerj^bter wesentlicher Mitwirkung von Cohäsion oder Elasticität erfolge,^ 0 bnte Berthollct die Verwandtschaftsgrössen nicht so, wie es von® r gman und vor diesem versucht wmrden war, aus den Zersetzungs-^tolgen ableiten; wohl aber für einige Classen von Körpern aus der®trachtung, dass eine bestimmte chemische Leistung — die Neutrali-Qn g einer gewissen Menge einer Säure oder einer Basis z. B. — her-° r gebracht werde durch die Wirkung eines anderen Körpers mit sei-r chemischen Masse (vergl. S. 246). Wenn dieselbe Menge einer Basisbtralisirt wird durch Quantitäten (wasserfrei gedachter) Schwefelsäurec Salpetersäure, welche sich verhalten (nach den neueren Bestimmun-wie 40 zu 54, und wenn die Verwandtschaft jener Basis zu derfo^efelsäure mit a zu der Salpetersäure mit a! bezeichnet wird, so40^ 6 aUä ^ er tatsächlich erkannten gleichen chemischen Wirkung vonThln. Schwefelsäure und 54 Thln. Salpetersäure, dass für diese^buren die chemischen Massen 40 . a und 54. «' gleich sind, oder dass*"■» "__ ^4

Q Hier käme der Säure, welche schon früher als die andere

^treibend betrachtet wurde, die grössere Verwandtschaft zu derj ® z «. Aber keineswegs ergiebt sich dies stets bei der Ermittelungj 6( j Ve rwandtschaftsgrössen auf Grund von Berthollet’s Ansicht, dassz eti er Körper (Säure oder Base) zu der von mehreren anderen Substan-^ ®asen oder Säuren) die grössere Verwandtschaft habe, von wel-fii» Cr ^ er ^ e ' neren Menge für die Aufhebung seiner chemischen^^enschaften (zum Zweck der Neutralisation) bedürfe. Nach dieserkommt z. B. der Magnesia (von welcher 20 Gewüchtstheile so‘•hure neutralisiren wie 47 Gewichtstheile Kali) eine grössere Ver-acht zu den Säuren zu als dem Kali; dass letzteres desunge-

a Us u Magnesia ails dep Verbindungen mit Säuren abscheidet, w'irdCohäsion (Schwerlöslichkeit) der Magnesia erklärt.Sa iUn/ erth ° llet entwickelte noch Ansichten über die quantitative Zu-ist, der Verbindungen, auf welche hier nur kurz einzugehen

a ihre Unhaltbarkeit bald erkannt wurde. Nach seiner Ansicht