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Neunter Band.
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251
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Verwandtschaft, chemische. 251

Anderes zu ersetzen gewusst. Bis in die neueste Zeit ist es noch Ge-genstand der Untersuchung der Chemiker, ob und in welchen Fällendie von Berthollet bezüglich der Theilung eines Körpers unter meh-rer e, mit Verwandtschaft zu ihm begabte Substanzen nach dem Gesetzder chemischen Massen, bezüglich des Einflusses der Cohäsion und derFlasticität u. a. ausgesprochenen Lehren gegründete und in BetrachtZu ziehende seien. Es mögen die hauptsächlichsten Funkte, auf welchees hier ankommt, noch Besprechung linden.

Nach Bergman’s Lehre könnte man, wenn zwei unter Zer-Sß tzung auf einander einwirkende Körper durch Mischung ihrer Lösun-S e n zusammengebracht werden, erwarten, dass die Zersetzung sofort^Glständig eintrete. Nach Berthollet hingegen ist jede vollständigeer setzung das Endergebniss einer Reihe von auf einander folgendenhe rnischen Vorgängen, deren Verlauf jedenfalls eine gewisse Zeit be-spracht. Man hat darin, dass in der That bei Mischungen von Lö-8 Ut)ge n solcher Körper die Zersetzung, so weit sich aus der Bildungj-'nes Niederschlags folgern lässt, zu ihrer Vollendung längere ZeitJaucht, eine Stütze der B erthollet’schen Lehre gesehen. Aus derjschung von Schwefelsäure mit verdünnten Lösungen von Kalksalzenheidet sich z. B. der entstehende schwefelsaure Kalk nur langsam ab,ebenso erfolgt nach Zusatz von Weinsäure zu salpetersaurem Kali^ Wässeriger Lösung die Ausscheidung der ganzen Menge des entstan-^ ef >en sauren weinsauren Kalis erst nach längerer Zeit. — Es ist in-e jsen bezüglich der Zeit, innerhalb deren sich solche Zersetzungen^lenden, nur Wenig genauer bekannt und es ist auch in Frage gestellt,nicht ein wenn einmal ausgeschieden unlöslicher Körper vor sei-. r Ausscheidung schon, mit der Zusammensetzung die er nach seinerüs scheidung hat, in einer Flüssigkeit gelöst sein könne !).j.. .. Gass die von Berthollet als Cohäsion bezeichnete Schwer-in mhkeit in vielen Fällen einen entscheidenden Einfluss auf die Ver-bidungg- und Zersetzungsresultate ausiibe, wird anerkannt; als Regeld s ich, dass zwei in Wasser gelöste Salze jedesmal dann sich nachf^j'Pclter Wahlverwandtschaft zersetzen, wenn das eine der neuenj 6( j Ze ^ e i öer gerade statttindenden Temperatur weniger löslich ist, alsbnl" 8 ? er beiden ursprünglich angewandten; niemals zersetzt sich einStiches Salz mit einem löslichen zu zwei löslichen. Aber die^ 6r Scdvwcriöslichkeit a l s einer physikalischen Eigenschaft,bla k °^ s ’ on , * st bestritten worden. Man hat namentlich geltend ge-y dass die Natur der vorhandenen Flüssigkeit und ihre chemischelj ,, bndtscliaft zu dem festen Körper wesentlich bezüglich seiner Lös--l, ü p oder Unlöslichkeit in Betracht kommt, und nicht ausschliesslichTh • 1 °^h s ion desselben als die Kraft, mit welcher die gleichartigenUlen p. n ^ es festen Körpers Zusammenhängen; dass sich nicht anneh-asst > die letztere Kraft könne für denselben Körper einmal, bei

4ie v «rgl. F. Mohr in den Annal. d. Chem. u. Pharm Bd. C S 55, W m t"Löslichkeit eines K „ rpers als nicht allein von seiner Verwandtschaft zum Lo-tml^ atn ' tte b son( lern auch von seiner Anzielibarkeit zu festen Theien ..

an derer Körper abhängig betrachtet, und unter diesem Gesic 1 sp ,

lieb \ Chwer Gliche oder (wenn einmal in den festen Zustand übergegangen) un ös-bleib K8r P«, wenn in einer Fiüssigkcit gebildet, einige Zeit m derselben gelostdi‘“ en können, bis ein Theil von ihnen sich abscheidet, wo dm Flachenwkungs ulieils die raschere Abscheidung des noch gelösten bewukt.