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Neunter Band.
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252 Verwandtschaft, chemische.

Einwirkung einer ihn lösenden Flüssigkeit, kleiner, und ein anderesmahbei Einwirkung einer ihn nicht lösenden Flüssigkeit, grösser sein; dassselbst die eigentliche Cohäsion nur von untergeordnetem Einfluss au>die Löslichkeit sei, sofern bei so beträchtlicher Abänderung der Cohäsion»wie sie bei dem Uebergang eines Körpers aus dem festen in den fl® s "8igen Zustand eintritt, doch die Löslichkeit keine plötzliche Zunahrn®zeigt 1 ). — Man kann es ausserdem als gewiss betrachten, dass einKörper sich bei einer Zersetzung ebenso vollständig der chemischenAction entziehen kann, wenn er sich im tropfbar-flüssigen Zustand abe®unlöslich in der die anderen Substanzen enthaltenden Flüssigkeit aus'scheidet, als wenn er im festen Zustand ausgeschieden wird; es wa®jedenfalls die Annahme nur zweier Zustände, in welchen sich ein Kör*per der gleichmässigen Einwirkung anderer Substanzen entziehen könü®— im festen Zustand wegen seiner Cohäsion und im elastisch-flüssig enZustand — eine zu beschränkte.

Bezüglich des Einflusses der Elasticität oder des Bestrebens eine sKörpers, Gas- oder Dampfzustand anzunehmen, auf den Erfolg derEinwirkung verschiedener Substanzen unter einander, sind ebenfall 9Berthollet’s Ansichten bestritten worden. Als für sie sprechend be*trachtete man früher, dass nach einzelnen Angaben die Ausscheidungeines solchen Körpers aus einer Verbindung dadurch gehindert werde 0könne, dass man ihm den Raum zur Gasbildung beschränke und ihndadurch zwinge, in der Einwirkung auf die anderen Substanzen zu be*harren 2 ). So sollte nach Babinet die Wasserstoffentwickelung be'Einwirkung von Zink auf verdünnte Schwefelsäure in geschlossene®Gefässen auf hören, wenn der Druck des Gases bei 10° C. = 13, b el25° C. = 33 Atmosphären sei; so sollte, wie Berzelius anführf®’bei Einwirkung einer etwas verdünnten Säure auf kohlensauren K a yin einem luftdicht verschlossenen hinlänglich starken Glasgcfässe <E eZersetzung des kohlensauren Kalks bald aufhören. Aber Faraday b®"merkte bereits, dass unter solchen Umständen die Zersetzung nicht a"höre, sondern nur verlangsamt werde, weil unter dem starken Dr® cdas frei werdendo Gas nicht mehr in Blasen aufsteigt, sondern sich ® nden festen Körper anlegend die Berührung desselben durch die san reFlüssigkeit hindert. L. Gmelin’s Versuche ergaben ein ähnlich® 3Resultat: bei der Einwirkung von verdünnter Salzsäure auf Zink J ®einer verschlossenen sehr starken Glasröhre wurde diese nach einig 6 “Stunden von dem frei werdenden Wasserstoffgas zersprengt, währ®®allerdings eine solche Röhre, wenn man in ihr verdünnte Schwefels 0 ® 16auf Zink einwirken liess, noch nach einigen Wochen dem Druck ® 6 “innen frei gewordenen Gases widerstand (wo die Menge des entwich 6ten Gases, weil die Quantität der angewendeten Säure zu geringzur Zersprengung der Röhre ungenügend sein konnte); bei der E lDWirkung von verdünnter Salzsäure auf überschüssigen kohlensa®® 6 ^Kalk in solchen Röhren zersetzte die erstere das kohlensaure S®bis zu ihrer Sättigung und die frei werdende Kohlensäure verdich e

1) Gay-Lussac (Annal. d. chim. et de phys. [2.] T. LXX, p. 407; ^UlViiiS»Chem. u. Pharm. Bd. XXXII, S. 201) hat gefunden, dass die Löslichkeit des

des Paraffins und der festen Fettsäuren in Weingeist mit zunehmender TemTa’ fstetig wächst, und diese Stetigkeit bei der Temperatur, bei welcher diese £schon für sich selbst flüssig werden, durchaus keine Störung erleidet.

2 ) Vergl. L. Gmelin s Handb. d. Chem. 4. Aufl. Bd. I, S. 126.