Vipemgift. 283
s< jheidet es sich beim Erkalten in grösseren rhombischen harten und8 änzenden purpurrothen Krystallen ab. Bei 120° C. getrocknet wirdaas Salz ziegelroth.
, Violursaures Natron bildet rothe aus kurzen Nadeln beste-e nde Warzen, die in heissem Wasser leicht löslich sind.
Violursaures Silberoxyd wird als violetter galatinöser Nie-'’erschlag erhalten. Fe.
Viperngift, Schlangengift 1 ). Das Secret der Gift-
r usen giftiger Schlangen und Vipern ist chemisch so gut wie nichtscannt. Am genauesten ist noch untersucht das Secret der Giftdrüsen0n Vipera Redii und V. torva. Dieses ist eine etwas klebrige hellgelbegeruchlose Flüssigkeit, welche schwerer wie Wasser ist, mit welchemSeschüttelt es sich emulsionirt; der Geschmack scheint bei den ver-le< fenen Giftschlangen verschieden zu sein, bei Vipera Redii nach^°ntana fettig, bei V. torva nach Mead brennend. Die Reaction dese cretes wird verschieden angegeben; das Gift von Vipera Redii istFontana neutral, während jenes von V. torva nach Mead undha*^ er ™ frechen Zustande stark sauer reagiren soll. Durch Be-t| an,11 "»g des Viperngiftes mit Alkohol und Aether will Lucien Bo-j 0 P ar te einen stickstoffhaltigen neutralen geruch- und geschmack-da SeQ Wü ’ S3e Schüppchen bildenden dem Ptyalin (?) ähnlichen Stoffp gestellt haben. Im getrockneten Zustande bildet das Viperngift eine]j c ^ e hröckliche durchscheinende Masse, dem Gummi arabicum ähn-^ ’ ‘fr 0 nach Mead unter dem Mikroskop spinnenartig (?!), oder auchs chl ^ aser 'g i dann wieder krystallinisch erscheint. Das Klapper-pj.. an gengift ist nach S. Weir und Mitchell eine gelbe eiweissartigek^^keit von saurer Reaction und 1,044 specif. Gewicht, deren Wir-y ® durch Kochen wenig, durch Gefrierenlassen gar nicht beeinträch-8eh t Wird , und a uch durch Säuren, Alkalien, Alkohol nicht verlorenv ' Es soll zwei Albuminate enthalten, von welchem das eine durch(j„ r , en und durch Alkohol coagulirt wird, während das andere nurStoff * etzteres Agens gefällt wird. Letzteres wurde als der wirksameKl bezeichnet und Crotalin genannt. Barton beschreibt das^ sc blangengift als grün, und um so wirksamer je dunkler es ist.troch ,al "’ von ATa/a tripudians ist nach Rüssel geschmacklos. Ge-^iebt'lr ^halten die Schlangengifte Jahre lang ihre Wirksamkeit. SoE'lasc-v! n g i l i an, dass das Gift der Vipera Redii getrocknet in einem
Se het f 6n a ’frb e wahrt, noch 22 bis 26 Monate wirksam sei; Bre-Ha c h Echlangengift aus Indien noch nach 3 Jahren wirkend, ja
15 j . tlris tis°n’s Angaben hält sich das Gift von Naja tripudianseiu e <, ' an g- Nicht so lange hält sich dasselbe in Weingeist; hatU»eh r c .‘ an ge schon Jahre lang in Spiritus gelegen, so ist sie nichtde s A-lle diese Angaben geben über die chemische Natur
1 tes und den Grund seiner Wirkung nicht die geringsten Auf-
L a ),o ° J a4ur: Fontana, über das Viperngift, Berlin 1787, S. 4; John’sv.^on I 7 n 9 ' 608. — Mead u. Jussieu, mechanical account of poisons,
et d e ril — Mangili, Giornale di fisica, T. IX, p. 458; Annal. de
Hasgpi/ 8 * P* 169. — Lucien Bonaparte, Graz, toscana 1843.—
Use mann w Giftlehre, deutsch von Henkel, 1862. — A. u. Th.
n Poisons, * aantlb * d. Toxikologie 1862, S. 304 u. ff. — Christison, Treatise