284 Virginische Saure. Virolatalg.
Schlüsse. Auch über den Modus der letzteren ist man keineswegs ®®Klaren. Da es unwirksam für kaltblütige Thiere ist, dagegen bei warm*blutigen schnell Herz, Gefässsystem und Iilut afficirt, wird es meist z®den septischen Giften gestellt; einige Autoren heben mehr seine local ßEntzündung: Phlebitis und Endocarditis erregende Wirkung he r 'vor, wieder andere meinen, es rufe eine Art Gährung im Blute her-vor u. s. w. Die Wirkung scheint nur einzutreten, wenn das Gift ® n 'mittelbar mit dem Blute in Berührung kommt, von der unverletzte®Haut und vom Magen aus ist es unwirksam. Charakteristisch fürV« r 'giftungen mit Schlangengift sind grosse Schmerzhaftigkeit der Wunde®'wobei sich der Schmerz nicht auf die Wundstelle beschränkt, sonder®sich weiter verbreitet, enorme Anschwellungen des getroffenen Gliede 8mit seröser Infiltration, und nicht selten Gangrän. Die entfernten W® - 'kungen sind nicht constant und geben sich nur bei Bissen grosser tr<>'pischer Schlangen zu erkennen: Schwinde], Angstgefühl, Verdunkln®#der Sinne, Zittern, Ohnmächten, Durst, Hydrophobie, Sprachlosigkeitkeuchendes Athmen, Erbrechen, Gelbsucht, narkotische und tetaniscb eErscheinungen. G.-B-
Virginische Säure nenntQuevenne 1 ) eine in der Seneg 3 'wurzel, welche aus Virginien kommt, vorhandene Säure, die an d ® 8fette Oel der Wurzel gebunden sein und durch Erhitzen desselben200° C. erhalten werden soll. Es soll eine röthlichgelbe stark riechend ßund scharf schmeckende ölige Flüssigkeit sein, die sich in Alkohol, inAether und in Alkalien löst. Eine nähere Untersuchung fehlt.
Viride aeris, syn. Grünspan.
Viridin, syn. Chlorophyll oder Blattgrün.
Viridin hat Thenius 2 ) eine ,Base C 24 B 19 N aus dem Stei®'kohlentheer genannt; ihr specif. Gewicht = 1,017, sie siedet bei230 0 C’löst sich wenig in Wasser, leicht in Alkohol oder Aether. Das Plati®.doppelsalz C 2 4 H 19 N . H€l. Pt€l s ist grünbraun in Wasser Alkoh®und Aether unlöslich. Das Quecksilberdoppelsalz krystallisirt aus W® 8 'ser und schmilzt bei 35° C.
Viridinsäure. Ein Zersetzungsproduct der Caffeegerbsäu 1,0unter Einfluss von Luft und Ammoniak (s. unter Caffeegerbsäu 1,0 ’2. Aufl., Bd. II, 2, S. 632).
Viridinschwefelsäure. Zersetzungsproduct des in d ‘#'blauunterschwefelsauren Baryts (s. unter Indigo-Schwefelsau ®® 11Bd. IV, S. 52).'
Vlridul, nach Graf Basoumovsky als graulichgrüne C®schiebe bei Wien vorgekommen, scheint nach E. F. Gl ocker 3 ) ein<!Hornstein-Varietät zu sein.
Virolatalg. Das Fett von Virola sebifera Anbl.seb. L.) eines in Carolina und Guiana einheimischen Baums. Zur G
*) Jonrn. de pharm. 1836, T. XXII, p. 449; Buchn. Repert. Bd, LVIII, S* .— 2 ) Inaugur. Dissert. Göttingen 1861; Chem. Centralbl. 1862, S. 53; Jahres1861, S. 503, — 3 ) Dessen Synopsis mineralium. p. 130.