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Neunter Band.
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Volumen.

zu achten, dass aus dem Wasser oder Quecksilber alle Luft ausgetrie*ben -wird, was durch Auskochen geschieht, und dass die Flüssigkeit indem Gefässe eine genau bestimmte Temperatur hat. Eine der am sorg-fältigsten ausgeführten Volumsmessungen dieser Art ist wohl die, wel-che Regnault bei der Bestimmung der Dichte der Luft ausgeführt hat-Der leere Ballon, dessen Volum bestimmt werden sollte, wiegt m ^1258,55 Grm. bei 4,2°C. und 757,89 Barometerstand diesen auf 0° r e "ducirt. In den Ballon wurde eine kleine Quantität Wasser gebracht underhitzt, während man mit einer Luftpumpe den Ballon auspumpte. I neinem zweiten Gefässe liess man destillirtea Wasser kochen, um es vonLuft zu befreien. Auf den Ballon brachte man mit Hülfe eines Kautschuk-rohrs eine heberförmige Glasröhre, deren einer Schenkel bis nahe auf denBoden des Gelasses mit dem kochenden Wasser reichte. Nach Oeffnungdes Hahns an dem Ballon trat das kochende Wasser langsam in die-sen, ohne mit der Luft in Berührung zu kommen. Nachdem der Balle 11ganz voll war, wurde das gekrümmte Rohr weggenommen, und dafüreines mit einer Kugel aufgesetzt, welche man mit kochendem Wassergefüllt erhielt, um bei der Abkühlung des Wassers im Ballon diesenvoll zu erhalten. Nachdem der Ballon die Temperatur der Umgebungangenommen hatte, wurde er in ein Gefäss mit Eis gebracht, und beidem ersten der drei angestellten Versuche 13 Stunden lang darin g e 'lassen, wodurch man sicher war, ihn bei 0° voll Wasser von 0° zu ha-ben. Er wog nun = 11126,05 Grm. bei 6° C. und 761,77 Barometer-stand. Bei dieser Beobachtung betrug die Feuchtigkeit 0,7, was einerSpannung des Wasserdampfes von 4,90 mm entspricht. Die Dichte derLuft war daher dieselbe wie bei 756,87 -j- 5 / 8 . 4,90 = 759,93®°'trockener Luft.

Ist G die Masse des Glases und der Fassung, A die mittlereDichte des Ballons, und A die Dichte der Luft, so ist die Masse der

verdrängten Luft k für den Ballon und ebenso -^-A für die gebrauch'

t.en Gewichtstücken, wo d deren Dichte ist. Man hat daher für d* sGleichgewicht an der Wage wegen des Auftriebs der Luft

G 1

M) +

, und ebenso für die zweite Wägung:

Fo (1+cfl.) A, =m 1 ( 1 -

wo V 0 das Volum des Ballons bei 0°; dg die Dichte des Wassers be*0° ist, c der räumliche Ausdehnungscoefficient des Glases, Ai dj 0Dichte der Luft bei der zweiten Wägung. Vernachlässigt man di 0sehr kleine Differenz von A und A t in den ersten Gliedern, so erhältman durch Subtraction dieser beiden Gleichungen:

Fo (Vo — (1 —}— cf) i) AQ = m'i -- m ',

wo unter m\ und m' die wegen des Auftriebs der Luft corrigirten G 6 'wiclite, die rechten Seiten der obigen Gleichungen sind. Diese sinmit d = 8,3 gleich 1258,36 und 11124,35, womit m\ — m ^9865,99 wird. Nimmt man nach Kopp <7 0 = 0,9998769 und c ^0,000025; Aj = 0,0012655, so wird das Volum des Ballons bei 0°9865,99

Vn = = 9879 ’ 712 Cubikcentimeter.