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Neunter Band.
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318 Wachs, gewöhnliches.

gebracht, sich rahmartig auf der Oberfläche abscheidet; Säuren sehe 1den hier grösstentheils unverändertes Wachs (Myricin) ab.

Salpetersäure wirkt schon bei gelinder Wärme auf Wachs e lD ’das Wachs verwandelt sich bei fortgesetzter Einwirkung in eine ölij? eMasse Pimelinsäure, Adipinsäure und Lipinsäure enthaltend, die be' 10längeren Kochen mit Salpetersäure Bernsteinsäure giebt (Ronal^ 9 'Gerhardt). ^

Concentrirte Schwefelsäure löst Wachs bei etwa 60°auf, beim Erkalten erstarrt die Masse; beim Erhitzen wird sie verkob»

Chlor wirkt auf geschmolzenes Wachs leicht zersetzend ein; e9bilden sich chlorhaltende Producte.

Das Wachs findet verschiedenartige Verwendung, namentlichden Wachskerzen, zum Wichsen von Leder, Holz, Geweben, als Zus® tzzu Farben, als Klebwachs, Siegelwachs, u. s. w.; in der Heilkunde ^ erwendet man es namentlich zu Salben, einigen Pflastern, Bougies u. dg*'

Das Wachs wird vielfach verfälscht mit Stärkmehl, Mehl, G)’P”Thon und ähnlichen Substanzen, dann mit Schwefel, mit Harz, häumit Stearinsäure oder Talg. Stärkmehl, Mehl und dergleichen Stojvbleiben zurück beim Lösen von Wachs in Aether oder Terpentin 0 'Schwefel lässt sich beim Kochen mit verdünnter Kalilauge durc 1Bildung von Schwefelkalium und unterschwefligsaurem Kali entdeck 60 'Wird Wachs mit Alkohol ausgekocht, und die nach dem Erkalten ^filtrirte Flüssigkeit eingedampft, so bleibt Harz zurück, wenn dasWa 6 ^ 9damit verfälscht war.

Am häufigsten wird wohl das Wachs mit der Stearinsäure d 6 ®Handels (Gemenge besonders Palmitinsäure enthaltend) verfälscht, d* eEntdeckung dieser Verfälschung bietet insofern Schwierigkeit, als ^Cerotinsäure des Wachses in Bezug ihrer Eigenschaften viele Aehnli c ‘Jkeit mit der nahestehenden Stearinsäure, Palmitinsäure u. s. w- b®'Der Schmelzpunkt, die saure Iieaction der alkoholischen Lösung eo^ iedie leichte Verbindbarkeit mit Basen geben daher keine sichere Un ter .Scheidungsmerkmale. Geith x ) kocht das Wachs mit Alkohol aus, 1® S __erkalten, filtrirt und kocht den Rückstand nach dem Abpressen mit g e ^löstem kohlensauren Natron, die Flüssigkeit wird dann mit Alkoh 0versetzt, nach dem Erkalten filtrirt, das Filtrat eingedampft und n® cdem Erkalten nochmals filtrirt und mit etwas Branntwein nachgewascb e11 'so dass von 1 Thl. Wachs etwa 16 Thle. Lösung erhalten wei'h e ^Die so erhaltene Flüssigkeit zeigte nach dem Schütteln einen schwachbald verschwindenden Schaum, wenn das Wachs rein war; enthielt dWachs aber auch nur 2 bis 4 Proc. Stearinsäure, so bildete die Flüä 3 ^keit einen starken erst nach längerer Zeit (V 2 bis 1 Stunde) verseht 1 * 1denden Schaum.

Regnard und Lebel haben Vorschläge gemacht, die Gegf 0 .wart von Stearinsäure in Wachs durch Behandlung mit AmmoD 1 ^oder Kalkwasser oder mit Bleiessig zu entdecken; diese Methoden 3,11 ^ganz unbrauchbar, da die Cerotinsäure hier die gleichen Ersehen 10 ®^gen hervorbringt wie Stearinsäure. Die Gegenwart der letzte)^^^könnte hier selbst durch die stärkere Reactibn bei gleichzeitigem ^ ^hnndensein von Stearinsäure nur dann erkannt werden, wenn aWachs gleichviel Cerotinsäure enthielte, was ja nicht der Fall ist.

l) Buclm. Eepert. Bd. XCIV, S. 153.