320 Wachs, gewöhnliches.
Wachs enthält keine Glyceride wie Talg; reines Wachs giebt d a 'her beim Verseifen kein Glycerin noch bei der trockenen Destillati 0 “Acrolein; diese beiden Producte lassen sich aber aus Talg haltender 11Wachs darstellen; nur ist hier zu bemerken, dass auch bei der trocke'nen Destillation von reinem Wachs sich ein Geruch zeigt, derAcrolein erinnert, wenn er auch viel schwächer ist. Der Gehalt desTalgs an Olein dient auch zur Erkennung, indem bei der Destillationsolchem unreinen, aber nicht bei reinem Wachs sich Sebacylsäure bilde*'
Gott lieb untersucht das W'achs, indem er es durch Kochen ■“>*6 bis 7 Thln. Kalilauge von 1,2 specif. Gewicht verseift, den Seife 0 'leim durch Kochen mit verdünnter Schwefelsäure vollständig zersetz*’und die abgeschiedenen Fettsäuren dann durch Erhitzen mit Bleigl°** ein Bleisalz verwandelt und dieses mit Aetlier auszieht; war Talg vot 'handen, so enthält die Lösung ölsaures Blei; die Lösung wird fl 11 *Salzsäure und Wasser zersetzt und die ätherische Lösung dann abg e *dampft; die Beschaffenheit des Rückstandes, sein Verhalten gegen P“'pier, auf dem es einen Fettfleck macht, dann das Verhalten der Lösu°$in Ammoniak gegen Chlorcalcium, das es fällt, lassen auf Oelsäure u°“daraus auf Talg schliessen.
Da Talg bei seiner Verseifung weniger Oelsäure als feste Fettsäure“giebt, so erscheint es zweckmässig, durch Nachweisung der letztere“auf Talg im Wachs zu schliessen. Man kocht zu dem Ende 2 Gr>“'Wachs mit 100 Cubikcentimeter Natronlauge, welche 0,4 Grm. Natr°“'hydrat NaO .HO (in 1 Liter also 4 Grm. Natronhydrat d. i. 1 l\ 0 Lösungs. Analyse vol. für feste Körper, Bd. I, S. 907) enthält, etwa 2'b> 3Minuten, übersättigt dann mit Säure, erwärmt bis zur vollständigen 2 e *'Setzung der etwa gebildeten Seife und lässt dann erkalten. Das W»““wird dann abgenommen und durch Au3kochen mit Alkohol, Erkalt e “.lassen und Versetzen des Filtrats mit Wasser untersucht wie oben b“’Untersuchung auf Stearinsäure angegeben ist; das'Abscheiden von F etsäureflocken durch Wasser lässt hier auf Talg schliessen (Fehling);
Wenn dem Bienenwachs etwas japanisches Wachs zugesetzt ä® 1 “sollte, so müsste dieses wie Talg aufgesucht werden; die Geg e j\wart von Glycerin bei Abwesenheit von Oelsäure (da das Japanwa““Palmitin aber kein Olein enthält) Hesse auf Japanwachs schlies seD 'Bienenwachs lässt beim Schütteln mit 50 Thln. Aether etwa 50 pi -0 “’’Pflanzenwachs 5 Proc. unlöslichen Rückstand. Robineaud 1 ) beö u ;. edieses Verhalten, um aus der Menge unlöslichen Rückstand auf “Beimischung von Pflanzenwachs zu schliessen. Da die Gewinnung yParaffin grössere Ausdehnung angenommen hat, so kann auch di® 9 ^wohl zur Verfälschung von Wachs benutzt werden; man entdecktBeimengung durch Erhitzen desfraglichen Waalises bis zum Schi»®)^mit einem Ueberschuss von rauchender Schwefelsäure, nachdem “Gasentwickelung nur nocli gering ist, lässt man erkalten; war das W» e ’’rein und hatte man genug Schwefelsäure genommen, so ist die M“ 9 ^
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flüssig, war Paraffin beigemengt, so hat dieses sich jetzt auf der G^gji
fläche erstarrt als durchscheinende Schicht abgeschieden. Da eindes Paraffins (etwa x / 10 ) hierbei auch zersetzt wird, so erhältnicht die ganze Menge desselben (Landolt 2 ).
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J ) Dingl. polyt. Journ. Bd. CLX, S. 402; Chem. Centrolbl. 1861, S. 412.s ) Dingl. Polyt. Journ. Bd. CLXTII, S. 180.