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Neunter Band.
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322
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S22 Wachs, nordarnerikanisches. — Wachskerzen.

Wachs, nordamerikanisches, syn. Myrica*wachs (s. Bd. Y, S. 413).

Wachsböden, Wachsbrode,syn. Wachsku eher*

Wachsbutter. Das feste Product der trockenen Destill*'tion von Wachs (s. S. 317).

Wachs fässer, Wachs ge fasse nennt man in der Tech-nik Krystallisirfässer d. i. die Fässer, in welchem die Krystalle wach-sen (s. z. B. unter Alaun 2. Aufl. Bd. I, S. 394).

Wachskerzen. Die Anfertigung der Wachskerzen finde 4häufig auf dieselbe Weise statt wie die der Stearin- und Talgkerzen ( ä-Bd. VIII, S. 210 u. 472) indem man die Formen, durch welche de rDocht gezogen und gespannt ist, mit geschmolzenem Wachs füll 4 'Wegen der geringeren Flüssigkeit des Wachses ist dieses geneigt de*Docht nicht gleichmässig zu tränken, man wendet daher oft schon vor-her mit recht heissem Wachs oder mit einem Gemisch aus Wachs ui'* 4Talg getränkte Dochte an. Die grössere Zähigkeit des Wachses i [ *Vergleich mit der Stearinsäure erschwert das Loslassen von der For* 1,Man sieht sich dadurch veranlasst, entweder gläserne Formen zu be-nutzen, die man häufig mit Guttapercha verpicht, um ihre Zerbrech-lichkeit zu mindern, oder man giesst in die gewöhnlichen aus Bl elund Zinn legirten Formen, welche jedoch nur dann die festgewordene*Kerzen loslassen, wenn man sie in heisses Wasser taucht, welches si®durch rasche Erwärmung ausdehnt.

Für die Wachslichte ist ferner eine andere Methode des Forme* 8 ’welche früher die gewöhnlichste war, auch heute noch in Hebung-Sie besteht in dem sogenannten Angiessen oder Anschütten de*Wachses. Ueber einem mit geschmolzenem Wachs gefüllten Kess® 4hängen an einem horizontal drehbar aufgehängten Reife mittelst Häk-chen in 2 Zoll Entfernung von einander viele Dochtsträhne. Di®Dochte werden zuerst mit stärker erhitztem Wachs einen Zoll vo*'oberen Ende ab begossen, indem man sie unten fasst und etwas u 1 ®ihre Axe dreht, damit das herabfliessende Wachs sie überall berührt un* 4durchtränkt. Häufig bedient man sich hierzu auch einer flüssigere*Mischung aus Wachs und Talg. Hierauf giesst man mit einem eiser-nen Löffel mit Ausguss das nur eben noch flüssige Wachs aus de* 1untenstehenden Kessel geschöpft an die herab hängenden Dochte, welch®sich mit einer Schicht erkaltendem Wachs bekleiden, und zwar bleib 4die dickste Wachsschicht zunächst der oberen Dochtschlinge hafte*'Nachdem sie etwa 1 / s des zu gebenden Gewichtes erlangt haben, fass 4der Arbeiter die noch weiche Masse unmittelbar unter der Doch 4 'schlinge mittelst Daumen und Zeigefinger und bildet durch Drehen di®konische Spitze, hakt die halbfertigen Kerzen rasch ab, bringt sech®bis acht auf den Rolltiseh, eine befeuchtete Marmor- oder Hol zplat 4 ®’und rollt sie unter einem glatten Brett, welches die Form eines Cy^'derabschnittes hat, wodurch er denselben überall einen kreisrunde* 1Querschnitt ertheilt. Hierauf werden sie wieder an dem Reife aufg®'hängt und wieder wie früher mit Wachs begossen, jedoch mit dem U*'terschiede, dass man den Giesslöffel etwas tiefer ansetzt und dadu® cdie Dicke des anfangs dünner gebliebenen unteren Ende vermeb r '