Wachskohle. — Wachsmilch. 325
Ende gewichsten Dochtes durch ein Scheibchen Kartenpapier gesteckt,Pflegen mit einer Mischung von Wachs mit Stearinsäure, früher mitv *allr a th getränkt zu sein.
Mörserkerzen nennt man die 1 bis 2 Zoll hohen, oben 11/ 2 bisz Zoll dicken, unten 1 / i Zoll schmäleren, mit sehr dünnen Dochten ver-8 ®henen zu Nachtlichten dienenden Kerzen, die man auf mit Wassergefüllte Unterschalen zu setzen pflegt. Man macht die Dochte hierzuäufig aus Flachsgarn.
j. Ueber die Leuchtkraft der Wachskerzen im Vergleich zu anderene leuchtungsstoffen s. Art. Beleuchtung (2. Aufl. Bd. II, 1, S. 803ffO Sparkerzen oder plattirte Kerzen s. Bd. VIII, S. 473. V.
W achskohle nannte C. F. Naumann 1 ) die von Kenn-6°tt a ) unter dem Namen Pyropissit beschriebene erdige SubstanzVotl Gerstewitz unweit Weissenfels in der preussischen Provinz Sach-welche mächtige Lagen in der Braunkohle bildet. Dieselbe ist.® l0 kt zerreiblich, hat unebenen erdigen Bruch, ist licht graulichgelb18 gelblichbraun, matt, undurchsichtig, sehr leicht, fühlt sich fein an... wird zwischen den Fingern gerieben etwas klebrig, im Strichesanzend. Erwärmt entwickelt sie weisse Nebel, bei stärkerer Hitzell ’d sie braun und schmilzt zu einer schwarzen pechartigen Masse zu-^men. Angezündet verbrennt sie mit brenzlichem Geruch, starkeräsenden Flamme bis auf einen mehr oder weniger geringen Rück-a nd. Nach Marchand 3 ) erhält man durch trockene Destillation18 62 Proc. Paraffin und aus 1 Pfund der Masse 3 Kubikfuss Leucht-JJ S > M. Heine 4 ) fand in dieser Substanz 15,0 Wasser, 46,4 Fette8 , er . Oele, 3,6 Kohle, 45,0 Asche, Wackenroder und Staffel 5 ) be-q ri eben dieselbe Substanz und nach Wackenroder enthält die als2 ei ' e nin benannte durch Weingeist ausziehbare fettige Substanz (s.' Au fl. Bd. II, 2, S. 894). K.
. Wachs milch. Mit diesem Namen bezeichnet man häufig] e e durch unvollständige Verseifung von Wachs mit wässerigem koh-,j e 8aur en Alkali erhaltene emulsionsartige Flüssigkeit, welche verschie-^il 6 tec hnische Verwendungen findet. Mau erhält eine solche Wachs-am, _ . Z ‘ wenn man zu einer siedenden Lösung von 1 Thl. Pott-
in 10 Thln. Wasser nach und nach 2 Thle. Wachs setzt; nach-sich keine Kohlensäure mehr entwickelt, setzt man noch 10 Thle.Ein W ' llnzu und erhitzt, bis alles eine gleichartige Milch ist. DieEint 1S * : eln Gemenge von Seife mit fein vertheiltem Wachs; beim
ocknen bleibt letzteres als in kaltem Wasser unlöslich zurück,flöd 16 ^aohsmilch wird zum Poliren von Holz, Wichsen von Fuss-•nitw' 1, 8 ‘ w ’ benutzt. Runge 6 ) schlägt es überhaupt vor um Stoffek etl a °b s zu überziehen oder zu imprägniren, er benutzt es zum Trän-str eicl°( n Gyps ’ zur Darstellung von Wachspapier u. dergl.; man über-W a8s llt p apier damit auf beiden Seiten und legt es dann in kaltesdas W r '^ rn d ,e Pottasche auszuziehen. Man kann für manche Zwecke
auch zum Theil durch Harz ersetzen.
Fe.
B, s 68 » 611 Elemente (1 - Min. B. Aufl. S. 446. — *) Dessen min. Untersuch., Jahreshp Ebendaselbst. — 4 ) N. Jahrb. f. Mineral. 1845, S. 149. —
g J- Liebig u. Kopp 1849, S. 710. — 8 ) Vergl. Runge, Polyt. Centralbl.M6; Chem. Centralbl. 1869, S. 874.