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Neunter Band.
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326
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326 Wachsöl. — Wachssäure.

W achsöl. Das früher officinelle flüssige Product der trocke*nen Destillation von Wachs für sich oder mit Kalk (s. unter WachsS. 317).

Wachsopal heisst wohl der wachsgelbe Opal.

Wachspalme, Ceroxylon Andicola s. bei Palmwachs.

Wachspapier ist ein mit Wachs getränktes Papier, welche®wegen seiner geringeren Porosität und weil es nicht von Wasser befeuch'tet wird auch Fette nicht leicht einsaugt, zum dichten Verschluss vo°Gefässen dient. Es wird mit gelbem oder gebleichtem Wachs dargestellbindem man einen Bogen glattes nicht zu dickes Papier auf eine über g e 'lindem Kohlenfeuer erhitzte Eisen- oder Kupferplatte ausbreitet, dann eine 11zweiten darüber legt und auf letzterem mit einem Stück Wachs hin- undherfährt, wobei dasselbe schmilzt. Mit der flachen Seite einer aus WoH'tuchegge bereiteten Rolle vertheilt man unter gelindem Drucke da®Wachs gleichmässig über die ganze Oberfläche des Papiers, wobei die'ses halbdurchsichtig wird. Eine zu hohe Temperatur ist zu vermeiden?weil sonst das schmelzende Wachs Kupferoxyd auflöst und ein grüne®kupferhaltiges Wachspapier erhalten wird, das unbrauchbar ist. Der al®Unterlage dienende Bogen färbt sich dennoch nach einiger Zeit undwird dann durch einen andern ersetzt.

Statt des Wachses kann man auch eine Mischung von Harz Wach®und Terpentin anwenden, welche billiger ist, oder Stearin, das nebe 0dem gleichen Vortheil auch noch den der leichteren Schmelzbarkei*und Vertheilung darbietet, dagegen aber ein etwas sprödes brüchig eSProduct liefert. In neueren Zeiten hat man auch wohl Paraffin g®'nommen. In manchen Fällen kann es zweckmässig sein das Papier fl 11 *einer Auflösung von Wachs oder anderem Fett in Benzol zu tränke 0 ’und dann an der Luft zu trocknen.

Runge schlägt vor Packpapier durch Ueberstreichen mit Wach®'milch (s. d. Art. S. 325) mit Wachs zu überziehen, um es als w»®'serdichtes Packmaterial statt Wachstuch zu verwenden. Wp-

Wachspflaster, Ceratum , nennt man diejenigen Pflaster, 111denen Wachs neben fettem Oel und Harz oder dergl. den Ilauptbestan 1 *'theil ausmacht. Die Bereitung derselben geschieht einfach durch Z u 'sammenschmelzen. Die geschmolzene Masse wird durch ein Colatoriu* 0in Papierkapseln ausgegossen, worin sie erstarrt. Man entfernt darna®das Papier, welches, um dies zu erleichtern, nöthigenfalls mit ein wen 1 !?Oel getränkt war. Uebrigens heissen Cerate auch gewisse salbenartif?®Medicamente, in denen Wachs ein Ingrediens ist. (Vergl. d. Art. PflaSte*’’'

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Wachssäure nannte Pfaff eine Substanz, welche nach tf 11 ”in dem sauren Destillat enthalten ist, welches durch DestillationWachsseife mit Wasser und überschüssiger Schwefelsäure erhalten w ' ir JHess nahm an, dass das Wachs hauptsächlich aus Myricin C 20 H 50 ,bestehe, ein kleiner Theil aber in oxydirtes Wachs C 20 Ö 20 äoder Cerainsäure (s. 2. Aufl. Bd. II, 2, S. 885) verwandelt sei; die® eKörper ist dann auch wohl Wachssäure genannt. a

Brandes 1 ) nahm nach der Löslichkeit in weingeistiger Kalilö® ullr

’) Archiv d, Pharm. Bd. XXVII, S. 288.