338
Wärme.
fand Peclet diesen Satz bestätigt. Sind K und K x sehr gross, 90müssen 0 — 6 X und 0 2 — 6' sehr klein sein, also die Temperaturender Wand an beiden Seiten nahe die der Flüssigkeiten.
Sind dagegen K und K x sehr klein, so wird nahe
w—
— + —
K ^ K x
und also der Wärmestrom unabhängig von der Dicke und Leitungsf®'higkeit der Wand. Dies soll nach Peclet nahe der Fall sein be 1Dampfkesseln.
Ist die eine Seite der Wand mit einer bewegten Flüssigkeit in B®'rührung, die andere mit ruhender Luft, wie dies bei den Versuche 11über die specifische Wärme vorkommt, so wird K für die erste Berüh'rung sehr gross, dagegen K x sehr klein. Es wird daher 0 — 0! sehr
klein und 0 2 — 0' sehr gross werden, und wenn noch — sehr gross lätl
Oj
auch 0j — 0 2 sehr klein sein. Die Gefässwand hat daher hier beinah®die Temperatur der bewegten Flüssigkeit, welcher man sie bei jene 0Versuchen gleich setzt. Der Wärmestrom wird hier naheW = Äj (0 — 0').
Die Werthe von K kann man für den Fall, dass — klein ist, °° ä
t
der Beobchtung des Wärmestromes bestimmen, wenn K und K x eina°'der gleich sind, also z. B. durch eine dünne Glaswand zwischen ruh® 0den Luftschichten, dort hat man
W = J(0 — 0')-
L
20. Erwähnt muss hier werden, dass manche Physiker glaubt® 0gefunden zu haben, dass bei schneller Abkühlung des bisher erhitzt® 0Endes einer Metallstatige am andern Ende zuerst eine weitere ErWä rmung eintrete, welcher dann erst die Abkühlung folge. Dies sehe 10der Theorie nach folgen zu müssen.
Denken wir uns eine Barre, welche zuerst am einen Ende auf ^Temperatur 0 X erhalten wird, und welche den stationären Zustand n° ßnicht erreicht hat, so wird die Temperatur an der abgekühlt® 0Stelle noch fortfahren zu wachsen, da ihr von den vorliegenden hei 99 ®ren Stellen noch mehr Wärme zugeführt wird, als sie abgiebt; djf*wird aber bald ein Ende nehmen, weil sich nun von den zwischen 1und der abgekühlten Stelle liegenden Elementen ein von dieser i[°mer weiter sich ausdehnender Wärmestrom gegen die abgekühlte St ehersteilen wird. Eine schnellere Erwärmung der betracht® 1 ® 1 ’Stelle durch die Abkühlung der bisher erhitzten Stelle erklärt sich »^®hiernach nicht, und nach dem Eintritte des Beharrungszustandes erg 1 ®sich überhaupt keine Erwärmung mehr. II. Schröder hat dies °° cspeciell nachgewiesen, indem er ein thermoelektrisches Element anEnde der Stange brachte, und ab wartete bis das Galvanometer ein ^,stationären Stand annahm, die Temperatur des Stangenendes also c ®^stant geworden war. Ein plötzliches Abkühlen des andern EndesStange, das bisher erhitzt worden war, brachte keine weitere Erwärm 11 0des Thermoelementes hervor 1 ).
J ) Pogg. Anna]. Bd. XLYI, S. 135,