346 Wärme.
gesetz nicht richtig ist. Danach müssten die Abkiihlungsgeschwind'S'keiten proportional den Temperaturüberschüssen sein.
Die Verhältnisse der Zahlen der Reihe A und der Zahlen defReihe B sind der Reihe nach 2,11; 2,12; 2,10; 2,12; 2,11
■ß
und das Verhältnis — ebenso 3,78; 3,81; 3,80; 3,80; 3,77.
c
Diese Zahlen zeigen durch ihre beinahe vollkommene Uebereifl'Stimmung, dass das Gesetz der Abkühlung für alle drei Thermome tefdasselbe ist. Man kann daraus schliessen, dass das Gesetz der Ah'kühlung, wie man es für ein Quecksilberthermometer beobachtet un»b'hängig von dessen Grösse ist, und dass dieses Gesetz also auch fij rein Element eines Körpers gelten wird. Nach diesen Zahlen ist d * eAbkühlungsgeschwindigkeit nahe umgekehrt dem Durchmesser de 1Thermometerkugeln.
29. Nach diesem wurde das Verhalten von Quecksilber, Wass® 1 ’absolutem Alkohol und concentrirter Schwefelsäure untersucht. All 6diese Flüssigkeiten waren in Glas eingeschlossen, und ihre Temperatutwurde durch ein in sie getauchtes Quecksilberthermometer bestirnt'
Tempera-
turüber-
schuss.
Abkühlungsgeschvvindigkeit
Verhälnisse der
Abkühlungsgeschwindigkei
Qt
e c k s i 1 b e r
Queck-
silber.
Wasser.
Alkohol.
Schwefel-
säure.
Wasser.
Alkohol.
Schwe f
säure
60®
3,03»
1,39
_
1,97
0,458
_
0,650
50
2,47
1,13
—
1,59
0,452
—
0.G49
40
1,89
0,85
1,50
1,22
0,450
0,798
0,640
30
1,30
0,62
1,09
0,89
0,456
0,801
0,Go4
20
0,87
—
0,09
—
—
0,794
Abkühlung gilt, da die kleinen Differenzen den Beobachtungsfehlern IÜ 'geschrieben werden können. Die hier verglichenen Flüssigkeiten sin“so verschieden in ihrer Dichte und ihrer Beweglichkeit, dass man d» r "aus schliessen kann, dass dasselbe Gesetz für jedes Körperelement
30. Es blieb noch übrig den Einfluss des Gefässes zu untersuch® 11 'Bei zwei Kugeln, die eine von Glas, die andere von Weissblech, bei® 6mit Wasser gefüllt, erhielt man für die Temperaturüberschüsse
60° 50° 40® 30® 20«
die Verhältnisse der Abkühlungsgeschwindigkeiten
1,54 1,55 1,57 1,63 1,76
Diese Zahlen wachsen, wenn die Temperaturüberschüsse abn®men, und zeigen, dass die Abkühlung in dem Gefässe von Weissble®' 1sich schneller ändert als in dem Glasgefässe.
Die letzte der vorläufigen Untersuchungen betraf die Form de *Gefässes; die Versuche ergaben, dass das Gesetz der Abkühluo»für verschiedenartige Gefässe dasselbe ist, und dass die Abkülungsgeschwindigkeiten noch nahe proportional der Grösse der Ob® rfläche sind, was ohne Zweifel genau richtig sein wird. _
31. Diese vorläufigen Versuche haben also gezeigt, dass das G®setz der Abkühlung einer flüssigen Masse veränderlich ist mit der A