Wärme. 357
®et von Minute zu Minute die rasch steigenden Temperaturen auf, wo-ei man das Wasser fortwährend in Bewegung hält. Am Ende der°ten Minute schiebt man den Schirm wieder vor, bringt das Instru-an seine frühere Stelle, und notirt wieder 5 Minuten lang die ab-^ehrnenden Temperaturen. Ist E die Temperaturerhöhung, welche das^ ns trument in den 5 Minuten erfährt, während es der Strahlung ausge-ist, sind £ und e' die Abkühlungen vor und nach der Bestrahlung,ls t die von der Sonnenwärme bewirkte Temperaturerhöhung:
c f
0 = E +
£• ~|~ £ r
de!
Ist d der Durchmesser des Gefässes in Centimetern, m die Masse8 darin enthaltenen Wassers in Grammen, m! die wegen der specifi-d;„ en I^ärme auf Wasser reducirte Masse des Gefässes, so entsprichtbeobachtete Temperaturerhöhung einer aufgenommenen Wärme-ge (jm _)_ m ')ß, was als die von einem Quadratcentimeter in einer
di,
ttien
Mi;
da,
lllute aufgenommene Wärmemenge gleich
4 ( m -)- m') 05 7t d' 2
giebt.
Für
s Von Pouillet gebrauchte Instrument war dies 0,2624 0.j. I*as Linsenpyrheliometer sammelt die Sonnenstrahlen durch eineSe v on 24 bis 25 Centimeter Durchmesser und 60 bis 70 Centimeterl (;ti eil|| ' Ve ite, und lässt diese auf ein Gefäss mit 600 Gramm Wasser fal-gl e ' ^ essen Temperaturänderung wie oben beobachtet wird. Eine Ver-t6c ^bung m ;t; d em Resultate des directen Pyrheliometers giebt die Cor-j° 11 ’ Welche hier wegen der Absorption in der Linse angebracht(jj muss. Die Anwendung des Linsenpyrheliometers ist nothwen-vv enn man die Versuche nicht in ruhiger Luft machen kann.
Li
ine von den Versuchsreihen Pouillet’s ist folgende:
beobachtungs-
zeit.
Dicke der
Temperaturerhöhung
Atmosphäre. beobaclltet .
28. Juni 1837
berechnet.
30'M.
1,8G0
3,80°
3,69°
10 30
1,184
4,00
4,02
12 —
1,107
4,70
4,70
V N.M.
1,132
4,05
4,07
2
1,216
4,00
4,54
4
1,048
4,00
3,95
r,
3,165
2,40
2,42
l et) ^ die Dicke der Atmosphäre auf dem Wege der Sonnenstrah-Atm 61 J e dem Versuche, r der mittlere Erdhalbmesser, h die Höhe ders Phäre und z die Zenithdistanz der Sonne, so ist
£ = V 2 r h -j- h 2 — r 2 cos z 2 — r cos z ,acbtyn man Zenithdistanz der Sonne aus ß, der Polhöhe des Beob-
^obei
O 880 **’ 8 der Declination der Sonne im Mittage und II demrtiei b eDwinkel der Sonne zur Zeit des Versuchs, nach folgender For-oi'eclmete: cos z = sin ß sin 8 -|- cos ß cos 8 cos H.
Iiibell IIölfe diese r beiden Formeln ist die zweite Spalte der obigenV er i ? berechnet, wobei h = 1 nnd r = 80 gesetzt wurde. DurchLf, J . I ^ lc b’i n g sehr vieler Beobachtungen fand sich die alle umfassendesich au p = worin A und b Constanten sind, deren Bedeutung
8 folgendem ergiebt. Ist e = 0, wäre also keine Atmosphäre