Wärme. 365
'\ ei ' Wärme zu verwerfen und ihr Wesen in der Bewegung zu suchen,®' ne Ansicht die schon früher, aber zu einer Zeit wo die Kenntniss der"ärmeerseheinungen noch sehr gering war, von Descartes aufge-st ellt worden war. In neuerer Zeit haben die Versuche von JouleJ’nd Anderen gezeigt, dass durch den Aufwand einer mechanischen Ar-eine ihr proportionale Menge Wärme hervorgerufen werden kann,?kd damit ist man mit Sicherheit darauf hingewiesen, das Wesen derärrne nicht mehr in einem eigenen Stoff, sondern in etwas mit der^chanischen Arbeit Aequivalenten, also wieder in Arbeit oder in le-idiger Kraft zu suchen. Einem Körper Wärme* zuführen ist hiernachsteichbedeutend mit dem, eine bestimmte mechanische Arbeit auf ihnVe i'wenden, oder ihm lebendige Kraft zuführen, oder beides zugleich.
60. Wird ein Körper erwärmt, so steigt sein Volum und wir se-etl ihn sich ausdehnen. Durch eine passende Vergrösserung des Druckes,^ter welchem sich der Körper befindet, können wir die Ausdehnung^hindern und das Volum des Körpers dasselbe lassen wie früher.* er sind also die einzelnen Theile des Körpers vor und nach der Er-a rrr>ung in derselben gegenseitigen Lage, auch seine Oberfläche, auf^®iche der Druck ausgeübt wurde, hat noch dieselbe Grösse wie früher.ß„ ler ist also eine Arbeit, welche in dem Körper oder in seiner Ober-a °he hervorgebracht wurde, nicht vorhanden. Die ganze Menge derj, geführten Wärme kann also nur darin bestehen, dass dem Körper®Wegnng, lebendige Kraft mitgetheilt wurde. Da wir aber den Kör-j In seiner Gesammtheit in Buhe sehen, so kann diese Bewegung nurBewegung der kleinsten Theilchen, der Atome, bestehen, und sie wird, k wie die einzelnen Atome selbst dem Gesichtssinne entziehen. Wirung a ] gQ e j nern Körper die kleinsten Theilchen in Bewegung1 n Cn ken; wird der Körper wärmer, so werden diese Bewegungen^ kafter, die lebendige Kraft, welche durch diese Bewegungen in dem° r Per ist, wird grösser, wenn sich der Körper abkühlt, kleiner,jj 6l. ß e j der Erhaltung desselben Volums des Körpers muss derq| U . c 1c auf die Oberfläche bei der Erwärmung vergrössert werden, wenne ichg ew j c i,t erhalten werden soll. Dies erklärt sich, wenn man an-^ . rtlt > der Druck im Innern des Körpers rühre daher, dass die sich be-^^den Atome gegenseitig auf einander stossen. Die Summe der ina uf . * e * n heit auf die Flächeneinheit fallenden Stösse wird der Druckd; e ^‘ ese Flächeneinheit sein. Dieser wird aber grösser werden, wenng er t ° SSe durch die lebhaftere Bewegung der Atome entweder hefti-a j g Wei 'den, oder sich in derselben Zeit häufiger wiederholen. Es musss teio- auc ^ äer äussere Druck erhöht werden, wenn die Temperaturnk f t ü nd das Volum dasselbe bleiben soll. Wird der äussere DruckVer grössert, so dehnt sich der Körper aus, bis der aus jenenAto Sen ergebende Druck, die gegenseitige Anziehungskraft der^ird 6 Un< ^ ^ er äussere Druck wieder im Gleichgewicht sind. Hierd er , ZIJr Entfernung der Angriffspunkte der gegenseitigen Anziehungbeit ^ 0rne Un< f zu dem Zurückschieben des äusseren Druckes eine Ar-dj ge ^braucht, und man hat also hier neben der Zuführung von leben-Seiy an die Atome noch eine innere Arbeit wegen der gegen-
Z« e “ -Anziehung der Atome und eine äussere Arbeit wegen derbgj . s °biebuno- des HnQQprpn Drucke
. . -bung des äusseren Druckes zu leisten, man muss also hieroder der ^ ® r b°bung der Temperatur eine grössere äussere Arbeiten Aequivalent lebendige Kraft verwenden, als dort wo das