Wärme.
369
U wird eine Grösse sein, welche nur von dem Anfangszustande1 es betrachteten Körpers und seinem Endzustände abhängig ist, nicht‘‘her von der Art und Weise wie er aus dem ersten in den zweitenZustand übergegangen ist, da dies sowohl für die Arbeit gilt, welcheZllr Ueberwindung der Anziehungskraft der einzelnen Theilchen ver-endet werden musste, wie für die Vermehrung der lebendigen KraftQer Theilchen, der Erhöhung der Temperatur.
66. Die auf den Körper A verwendete äussere Arbeit kann von'J'uncherlei Art sein. Wir wollen hier nur den Fall betrachten, bei demer Körper einem allseitigen gleichen Zuge S auf seine Oberfläche^gesetzt ist, wobei S die auf die Einheit der Oberfläche kommendeUgkraft, die Spannung in dieser Oberfläche sein soll. Ist ein Drucka , u f die Oberfläche vorhanden, so ist S negativ. Wird durch diesen^nseitigen Zug das Volum v des Körpers um dv vermehrt, so ist Sdvle Grösse der auf den Körper übertragenen äusseren Arbeit.
Unter einer solchen Spannung wird der Körper bei einer bestimm-a U Temperatur ein bestimmtes Volum einnehmen, und die drei Grössenu, 0 werden von einander in der Weise abhängig sein, dass zwei
unabhängige Veränderliche sind, die dritte aber durch diesee >de n bestimmt ist. Wir wählen als die dritte S und betrachten vt i 0 als unabhängige Veränderliche. Volum und Temperatur cha-1 stej-igiren im Allgemeinen den Zustand eines Körpers. Doch kön-^ J 1 auch Fälle Vorkommen, in welchen bei demselben Volum undderselben Temperatur noch verschiedene Zustände denkbar sind,^ ! e z. B. beim Schmelzen. Solche Aenderungen des Zustandes schliessenv orerst aus unseren Betrachtungen aus, und setzen also voraus, U1 «ine Function von v und 6 allein.
v 67. Lässt man nun in einem Zustande des Körpers, wie er bei (1)ra usgesetzt ist, die Temperatur um dO und das Volum um dv wach-1,1 so ergiebt sich die hierzu zuzuführende Wärmemenge dQ aus
dQ + Sdv d6 + ^ dv . . . . (2)
^ dB dv
eö dert sich nur die Temperatur, so erhält man hieraus
dq_dü
«öd • dü~ d8 ./ ‘
t e dies ist, was man die specifische Wärme des Körpers bei constan-’O tT°^ llm nenn t, wenn die Masse des Körpers gleich 1 ist, was fürfolgende voraus gesetzt werden soll; sie heisse c, woraus alsodU
-TK = . .( 3 )
4e nd dB
aer t sieh dagegen nur das Volum und die Temperatur nicht, so
man _|_ g = — .(b)
U; e . dv ' dv
hei S P ec *fi sc he Wärme bei constantem Zuge oder Druck, welche CjsC“ Roll > erhält man aus (2), wenn man die Bedingung des con-en ^uges einführt oder
d S . d S n
0 = — dv -f —w dB,dv dB
aus m an —iL zu nehmen hat. Nennt man d den thermischen Aus-deh n dB
uugscoefficienten des Körpers d. h. die Volumsvermehrung, welche
""'U'vör.crbuch
Ser Chemie. Bd. IX.
24