414 Wärme, specifische fester u. tropfbar-flüssiger Körper-
krystallisirtem und mit vor längerer Zeit geschmolzenem Schweb(vergl. S. 396) ergaben die specifische Wärme zwischen jenen Temp®'raturen, deren obere dem Schmelzpunkt des Schwefels schon sehr nah®liegt, erheblich kleiner. Kopp’s Bestimmungen der specifischen Wärm®des Schwefels zwischen 47° und der Mitteltemperatur ergaben Resnl'täte, nach welchen die Atomwärme des Schwefels nur = 5,2 etvr"wäre, und eine solche kleinere Atomwärme leitet sich auch indirect l" rden Schwefel aus den Atomwärmen der Schwefelmetalle ab. Es ka» 11in manchen Fällen schwer sein, in einzelnen kaum zu entscheiden,ein gewisses Element im Vergleich zu anderen dem Dulong-Petitsehen Gesetz entspreche oder nicht.
Wäre das Dulong-Petit’sehe Gesetz ein allgemein gültiges, s °Hessen sieh daraus bezüglich der s. g. chemischen Elemente und d® fFrage, welche Körper diesen zuzurechnen seien, wichtige Folgerung® 15ziehen. Und eben so wichtige ergeben sich, wenn man anerkennt, d» sSjenem Gesetz nicht alle s. g. Elemente untergeordnet sind.
Vergleicht man die Atomwärmen der starren Verbindungen unt efeinander, so zeigt sich im Allgemeinen, dass die Atomwärme mit de’ 11Complicirtersein der Zusammensetzung — mit der Zahl der element®'ren Atome, welche in 1 Atom der Verbindung enthalten sind —■ wachs*"Noch gewisser und ausnahmsloser ist dies der Fall für Verbindung® 15 ’welche nur solche Elemente in sich enthalten, die dem Dulong-P 8tit’schen Gesetze folgen.
Wäre dieses Gesetz ein allgemein für alle Elemente gültiges'
9 0
wäre die Folgerung eine berechtigte: Wenn es auch zweifelhaft 96111mag, ob die für die Chemiker jetzt unzerlegbaren Substanzen die s-chemischen Elemente wirklich einfache Körper oder nur Verbindung®von jetzt noch unerforschbarer Zusammensetzung sind, so zeigt dofür den letzteren Fall die gleiche Atom wärme dieser Substanzen, d® ^die chemische Zerlegungskunst an Verbindungen von gleicher Zusa" 5 ^mengesetztheit (gleicher Complication oder gleichem Grad des Zusa" 5mengesetztseins) ihre Grenze gefunden hat ; wenn die s. g. Elena®® ^nicht wirklich chemisch-einfach sind, so sind sie doch — bei allen Uähnlichkeit des chemischen Verhaltens, welches z. B. die verschiede"Metalle, der Schwefel, das Jod u. a. zeigen — Verbindungen dersel"Ordnung. Diese Schlussfolgerung wäre eine berechtigte, und es g® ßdann — namentlich nach Beibringung des Beweises, dass eine Gr"pfvon elementaren Atomen, welche als Einem elementaren Atom i" cmischer Beziehung (als correspondirender Bestandtheil in anal°SVerbindungen) entsprechend betrachtet werden kann, doch in B eZ -.hung auf die Atomwärme sich anders verhält als dieses — auch
Atomwärme eines Körpers ein entscheidendes Kriterium dafür
ab,
di®
oh
cb®'
de" 5
dieser Körper den chemischen Elementen zuzuzählen oder als ei" emische Verbindung zu betrachten sei. Dass für das Jod eine vDulong-Petit’schen Gesetze für die Elemente entsprechende
wärme direct gefunden und für das Chlor eine solche indirectist, würde ausser Zweifel stellen, dass das Jod und das Chlor
überhaupt zusammengesetzt, nicht
als die an'
ableit^we"°dere"
g. Elemente wären, für jvelche man das Dulong-Petit " c h e
Ge-
setz als gültig anerkennt.
Solche Folgerungen, die bezüglich der Natur dervon Interesse und für die endliche Erledigung der Frage, ob
Eler" e ;
nt®
:Wiä s ®