428 Wärme, strahlende.
45° entsprach. Melloni 1 ) hat ferner nachgewiesen, dass dies eTabelle dieselbe blieb, welches auch die gebrauchte Wärmequell ewar. Diesem fügte Melloni noch ein praktisches Verfahren bei, wel'dies die Beobachtungen sehr abkiirzte. Durch Vergleichung jede?stabilen Ablenkung mit dem ihr vorangegangenen Excursionsmaximun 1fand er, dass das Verhältniss von Punkt zu Punkt der Eintheilung zwa rein verschiedenes, aber für jeden Punkt constantes war, und zwar türjegliche Natur der Wärmequelle, durch welche dieses Maximum undjene stabile Ablenkung bewirkt wurde. Eine Tafel, die auf rein enip 1 'rischem Wege entstand, gab also die stabile Ablenkung aus dem beob-achteten Ablenkungsmaximum, und man hatte forthin nur dieses letzt ßzu beobachten, wodurch viel Zeit gewonnen wurde.
Melloni wies sodann nach, dass die in obiger Weise reducirt 6 ®Grössen der Ablenkungen den Temperaturdifferenzen der beiden End« 11seiner Säule proportional waren, und ferner dass der Eindruck, welche 11die Säule vermöge der Absorption der zu ihr gelangenden Strahlungerfährt, identisch ist mit der thermoskopischen Absorption, welche 111gasigen, (bissigen oder festen Körpern Ausdehnungen bewirkt. Die serletzte Punkt wird auch durch folgende Beobachtung bestätigt, welch”zeigt, dass die Intensität der strahlenden Wärme im umg e ”kehrten Verhältnisse mit dem Quadrate der Entfernung v°°der Wärmequelle steht.
Abstände der Wärme-
Relative Intensität der von
Product aus der Intensi la
quelle von dem Ende der
der Säule empfangenen
in das Quadrat des
Thermosäule
Strahlen
Abstandes
V.
J.
J
100
10,34
10,3400
70
21,10
10,3390
60
28,73
10,3428
Beugung der strahlenden Wärme. Diese wurde vonKnoblauch 2 ), untersucht. Die Wirkung der strahlenden Wärme wurde dab elmit einer linearen Thermosäule untersucht d. h. mit einer Säule, dereneine Reihe von Löthstellen in einem geradlinigen Streifen von nur 0,*Millimeter Breite lagen. Es wurde dabei erkannt, dass sich die Wärn 1 ®'strahlen hinter einer engen Spalte ausbreiten, und zwar dass diese Ausbr e1 ^tung von der geradlinigen in desto höherem Maasse abweicht, in je grö äS ?rem Abstande von der Spalte die Messung vorgenommen wird, und J”enger der Spalt ist, durch den die Wärmestrahlen hindurchgehen, d*' sein Gitter, aus sehr engen Spalten bestehend, abwechselnd Räume g ie 1in welche die strahlende Wärme eintritt, und solche, in welchen di 0 ®fehlt. Dies ist Alles analog dein was wir beim Lichte sehen, undbei diesem die Beugungserscheinungen darauf führen, das Licht alsErscheinung einer Wellenbewegung zu betrachten, so werden wir 111,(5annehmen müssen, dass die strahlende Wärme in einer Wellenbeweg 11 ”®besteht, die ähnlich der Wellenbewegung des Lichtes sein wird un 1demselben Mittel, dem Aether, stattfindet. Zur Messung der iVel 1 ®länge haben diese Versuche noch nicht wie die Bewegung des Lic
Q Me'm. de I’acade'm. T. XIV; Pogg. Anna], Bd. XXXVIII, S. I, B (1 - X * XlX ’S. 250, 436 u. 544. — 2 ) Pogg. Annal. Bd. LXXIV, S. 9; Bd. CVIII, S. 61 u -