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Neunter Band.
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448 Wärmewirkungen bei chemischen Vorgängen.

gen frei werdenden Wärme. Die (von 1780 etwa an unternommenen)ersten Versuche von Lavoisier und Laplace, dann die von Cra"''ford, später die von Rumford und von Dalton ansgefiiln'ten gabennoch wenig zuverlässige Resultate. Bezüglich der zuerst angewendetenMethoden, die Wärmeeffecte bei Verbrennungen zu bestimmen, maghier nur die Anwendung des Lavoisier und Laplaee’schen E 1? 'calorimeters (vgl. Calorimeter in Bd. II der zweiten Auflage, Ab"theil. 2, S. 685 f.) und des Rumford’sehen Wassercalorimeters (d aselbst S. 687 ff.) erwähnt werden. Ein dem Rum ford’sehen ahnliches Verfahren wendete Despretz (um 1824 und 1828)') zu deiBestimmung der Wärme an, welche bei der Verbrennung verschiedene'Körper frei wird.

Solche Bestimmungen in der Weise, wie sie jetzt als die.zweck'massigste zur möglichsten Vermeidung von Wärmeverlusten anerkanntwird, hat zuerst Dulong ausgeführt. Es war ihm nicht vergönntdiese Untersuchung noch zum Abschluss zu bringen; aber nach seine” 1Tode ist (1838) das von ihm angewendete Verfahren sowie eine Reih”von ihm erhaltener Resultate veröffentlicht worden 2 ). Sein Untef'suchungsverfahren beruhte darauf, die Verbrennungen innerhalb eine®Wassercalorimeters vor sich gehen zu lassen. Der Apparat, dessen e1 ’sich bediente, hatte im Wesentlichen die in Fig. 6 dargestellte E' n '

richtung. Der Verbrennungsraum awar eine von dünnem Kupferblech S ebildete, 25 Centimeter hohe, 10timeter lange und 7,5 Centimeter breä erechteckige Kammer, die sich Ting ^;UII,von Wasser umgeben in einem 11 Eit° r

Wasser fassenden Gefässe befand. D urC {

den Boden des Verbrennungsraum”’

ragte in denselben eine mit f el ”Spitze versehene Röhre b, durch we'”die zu verbrennenden Gase zuströ^ten. Das zur Verbrennung nöth'e^Sauerstoffgas strömte entweder d» rtdie Röhre g oder durch d zu.sige Brennstoffe waren in einer ^ g

einen Stopfen verschlossenen Gla? r °enthalten; ein feiner Docht war m flFlüssigkeit eingetaucht. Wie dieund Flüssigkeiten entzündet W"” ^

weiss man nicht. Die festen Brenns ■

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wurden in verschiedener Weise zur Verbrennung gebracht: Eisenzu einer Spirale aufgewickelt, andere Metalle wurden in pnlverlormVZustand in eine Kapsel von Kupfer oder Platin gebracht, und um das^.sammenbacken zu verhindern, wurden sie mit einer hier indifferenten^,stanz gemischt; die Entzündung der Metalle wurde mittelst eineschens Zunder bewirkt. Die Kohle wurde in Form eines Kegels an £ e ^ aI iiidet, dessen Spitze an einer Weingeistlampe augezündet wurde, und

daselbst

1) Annal. de chim. et de jihys. [2.] T. XXVI, p. 343; fernerXXXVII, p. 180 u. 182, auch Poggend. Annal. 11 d. XIT, S. 519 u. ' 46l

2 ) Compt. rend. T. VII, p. 871; auch Poggend. Anuttl. Bd. XIA,