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Wärmewirkungen bei chemischen Vorgängen.
Fig. 7.
Andrews 1 ) hat zur Ermittelung der Verbrennungswärme fol"gendes Verfahren angewendet. Das zu verbrennende Gas wurde nutder zu seiner Verbrennung nöthigen Menge Sauerstoffgas gemischt undmit diesem Gasgemisch ein cylindrisches Kupfergefäss von etwa 380Cubikcentimeter Inhalt gefüllt. In dieses durch eine Schraube ver'schlossene Gefäss waren elektrisch isolirt zwei dicke Silberdrähte ein*geführt, welche im Innern des Gefässes durch einen dünnen Platindrahtverbunden waren und mit den Polen einer galvanischen Säule in Ver -bindung gebracht werden konnten. Das mit dem Gasgemische gefüllt®Gefäss wurde in ein grösseres mit einer bekannten Menge Was?® 1gefülltes Gefäss eingesetzt, dann durch Schliessen der galvanische! 1Kette der feine Platindraht zum Glühen und dadurch das Gasgemeng®zum Verbrennen gebracht, und die Temperaturerhöhung bestimmtwelche dadurch im Wasser hervorgebracht wurde. Bildete sich bei <l® rVerbrennung eines Gases Wasser, so war die demUebergang des Wa?"serdampfes in tropfbar-flüssiges Wasser entsprechende Wärme zu b®'rücksichtigen. — Zur Bestimmung der Verbrennungsw'ttrme fester u dC *tropfbar-flüssiger Körper wurden dieselben in ein Schälchen von Plat>°oder Porcellan gebracht und dieses in ein kupfernes Gefäss von 4 Lit® rInhalt gebracht, welches mit reinem Sauerstoffgas gefüllt war. Die?® 3Gefäss wurde sodann in ein grösseres eine bekannte Menge Was?® 1
enthaltendes Gefass eingesetzt, <b®Verbrennung des brennbaren Kö r 'pers auch wieder mittelst eines un*ter dem Einfluss des elektrisch® 11Stromes glühenden Platindraht® 5eingeleitet, und die durch ^ ieVerbrennung bewirkte Temp elilturerhöhung des W assers bestimm*'Nach beendigtem Versuche wur®die Menge des in dem Verbr®®nungsgefässe noch übrigen Saue rStoffs bestimmt, und aus ^® rQuantität des verzehrten Saü® r ^stoffs auf die Menge des brennb®ren Körpers geschlossen, wd®wirklich der Verbrennung untlegen hatte. ß
Bei Weitem die zahlreich? 1 ®^und wohl auch die genauesten
Stimmungen von Verbrennungwärmen haben Favre und >- ^bermann*) mittelst eines ApPrates ansgeführt, dessen " ®'liebste Theile Fig. 7 in ’/t j 9wirklichen Grösse zeigt. Das
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Calorimeter dienende
Gefäss von etwa 2 Liter Inhalt, welches bei den Versuchen
!) Philosophical Magazine [3.] Vol. XXXII, p. 321 u. 42CAnnal. Bd. I.XXV, S. 27 u. 244. — 2 ) Compt. rend. T. XX, P-aHsfilhrlicIi Annal. de chim. et de pliys. [3.] T. XXXIV, p. 359.