Wärmewirkungen bei chemischen Vorgängen. 455
beobachtet diese Volum Veränderung des Quecksilbers in einem Ca-nrrohr tt, welches an die zweite Oeffnung des Ballons angepasst
ist, dem grösseren Theil seinerLänge nach horizontal liegtund hier mit einer in Milli-meter getheilten Scale versehenist. Durch die dritte Oeffnunggeht quecksilberdicht ein Stahl-cylinder, dessen unterer Theilin das Quecksilber des Ballonseintaucht; der obere Theil istmit Schraubengängen verseilenund steckt in einer Schrauben-mutter, so dass dieser Stahl-cylinder durch Drehen mehroder weniger tief in das Queck-silber des Ballons taucht; esdient diese Vorrichtung, vorjedem Versuch das Ende desQuecksilberfadens in dem Rohrtt auf dieselbe Stelle der Scale(den Nullpunkt derselben) zubringen. Der Ballon ruht aufeinem Korkring in einem Ge-fäss von Holz, und ist ringsvon schlechten Wärmeleiternumgeben, um ihn möglichstvor äusseren Einflüssen, dieseine Temperatur ändern könn-ten, zu schützen. — Zur Gra-duirung dieses Calorimeterswurde ein Verfahren in An-wendung gebracht, welchesjede Correction bezüglich derMasse und der specifischenWärme der zur Constructiondes Apparates verwendetenSubstanzen entbehrlich macht.Es wurde in folgender Weisedirect bestimmt, um wievielTheilstriche der Scale derQuecksilberfaden im Rohre 11vorschreitet, wenn dem indem Ballon enthaltenen Queck-silber Eine Wärmeeinheit zu-. wirq l< ^'- ^ er Kugel einer so, wie dies Fig. 11 zeigt, geformten Pi-( bnn di e r mit telst einer Weingeistlampe Wasser bis zum Sieden erhitzt,'be f e j a mp e einen Augenblick weggenommen, in demselben Moment'•j'd 2 Ugle'; , ? eZo fe rene Spitze der Pipette in das Glasrohr in m eingeführt^ rt en Lin' .*^ e ^ > ip et,:e umgedreht, so dass sie nun die durch die punk-^äh ertl de e " ,n Fig. 11 angegebene Stellung hat, und durch abermaligesiLampe das Sieden des Wassers abermals unterhalten, wäh-