460 Wärmewirkungen bei chemischen Vorgängen.
Ebenso ergeben die verschiedenen Modificationen des Kohlenstoßnach Favre und Silbermann’s 1 ) und die verschiedenen Modifi 0 * 1tionen des Phosphors nach Favre’s 2 * ) Versuchen ungleiche Verbrc®nungswärmen. Im Allgemeinen ist die Verbrennungswärme fürModification die grössere, welcher die grössere specifische Wärme zUkommt; die letztere Eigenschaft ist nach Regnault’s Bestimmung 611im Folgenden angegeben. Es ist gefunden:
bei der Verbrennung des Kohlenstoffs zu Kohlensäure:
für
1 G. Th. Holzkohle.
die Verbren-nungswärme
die spe®* 1 'Wärm e
0,2415
1 „ dichte Kohle aus Gasretorten 8047
0,2036
n
1 „ natürlichen Graphit
. 7797
99
0,2019
n
1 „ Graphit aus Hohöfen . .
. 7762
91
0,1970
19
1 „ Diamant.
99
0,1469
bei der Verbrennung zu Phosphorsäure :für 1 G. Th. gelben Phosphor .
. 5953
0,1887 *)
19
1 „ rothen „ ...
. 5070
11
0,170
s ) Bei gewöhnlicher Temperatur (zwischen 10 und 30°).
ff
Es ist wahrscheinlich, dass auch gleiche Gewichtsmengen Sauerst 0bei Verbrennung derselben brennbaren Substanz ungleiche Meng 6 ®Wärme frei werden lassen können, je nachdem sich der Sauerstoff*der gewöhnlichen (inactiven) oder in der als Ozon benannten (acti' r6Modification befindet (vgl. S. 484). Dass auch in verschiedenen Mod*cationen eines und desselben gasförmigen Elementes ungleiche Wär°*®mengen enthalten sind, geht aus der Beobachtung hervor, dass das Chi ^je nachdem es bei Abschluss des Sonnenlichtes dargestellt und a u *wahrt oder je nachdem es vorher der Bestrahlung Seitens derausgesetzt war, bei der Einwirkung auf Kalilösung ungleicheWärme entwickelt. Nach Favre und Silbermann’s Versuche^werden bei der Einwirkung von 1 Gramm nicht bestrahltem Chlor ‘concentrirte Kalilösung 440, bei Einwirkung von ebensoviel bestrahlChlor auf dieselbe Kalilösung 479 Wärmeeinheiten frei.
Wenn zwei Körper* bei ihrer Vereinigung unter 'einander se ^gschon Wärme entwickeln, so kann bei der nachherigen Verbrennder Verbindung nicht mehr soviel Wärme entwickelt werden,Bestandteile einzeln verbrannt ergeben hätten. Die Verbrennungwärme der Verbindung ist wohl stets im Vergleich zu der der e *y ef .nen Bestandteile um soviel kleiner, als bereits Wärme durch dieeinigung der letzteren ausgeschieden wurde 6 ).
w-
1) Annal. de cTiiin. et de phys. |3.] T. XXXIV. p. 403. Die 1- jn)
ruhen auf directen Verbrennungsversuchen. — 2 ) Journ. de pharm, et de c
T. XXIV, p. 241. Die Bestimmungen beruhen auf einem indirecten Verfuh re J(
phor wurde in wässeriger unterchloriger Säure zu Phosphorsänre oxydirt. ^lorif^ 1 'stattfindende Warmeentwickeliing bestimmt und die der Zersetzung der UIltcr f n \Y^'Säure und die der Auflösung der entstandenen wasserfreien Phosphorsäure ^ rC rid-ser entsprechende Wärmewirkung in Rechnung gezogen. — 4 * ) j, Vgl
T. XXVII, p. 362; Annal. de chim. et de phys. [3.] T. XXXVII, p. 497- .^p-ec*
bezüglich der ersten Erkenntniss, dass bei jeder Verbindung, mag sie direct o