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Neunter Band.
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470 Wärme Wirkungen bei chemischen Vorgängen.

eines Metalls A durch ein anderes B in löslichen Verbindungen (®°dass die der Zersetzung unterliegende Verbindung gelöst war und di ßsich neu bildende gelöst bleibt) würde immer dieselbe Wärmewirkung ein *treten, in Verbindung mit welchem Element auch A durch B ersetzt werd®*

Die Wärmewirkungen, welche die Vereinigung zusammeng®'setzter Körper begleiten,-—namentlich die Vereinigung von Basen m*Wasser zu Hydraten nach bestimmten Verhältnissen und zu Lösung®* 1 ’die Vereinigung von Basen mit Säuren zu Salzen, die VereinigungSäuren mit Wasser, die Vereinigung von Salzen mit Wasser — “ inder Gegenstand zahlreicher Untersuchungen gewesen. Es boten die®im Anfang namentlich in der Beziehung Unsicherheit, dass man di®bei einem chemischen Vorgang — der Verbindung einer Base ^**einer Säure z. B. — beobachtete Wärmewirkung als die ausschliessn®diesem Vorgang entsprechende betrachtete, während er doch begl el * esein kann von Ausscheidung oder Bindung von Hydratwasser, ' p ° 11Ausscheidung oder Lösung einer festen Substanz, und die diesen h®gleitenden Erscheinungen entsprechenden Wärmewirkungen in R® c .nung zu nehmen sind 1 ). Später hat man die einem gewissen che 1 ® 1 'sehen Vorgang wirklich entsprechende Wärmewirkung von den d®* 1begleitenden Vorgängen entsprechenden Wärmewirkungen zu sondet®gesucht, oder mindestens die Wärmewirkungen bei analogen Vorgang® 11lur vergleichbare Umstände bestimmt.

Die bei der Verbindung von Basen mit Wasser zu Hydi®;ten nach bestimmten Verhältnissen frei werdenden Warmem®* 1gen ermittelten Favre und Silber mann 2 ) in indirecter V* ei ?e ’durch Vergleichung der Wärmemengen, die bei Einwirkung eineswissen Gewichtes wasserfreien Oxydes und bei Einwirkung des g^® 1chen Gewichtes desselben Oxydes mit Wasser zu Hydrat verbandauf verdünnte Salzsäure entwickelt werden. So fanden sie z. B-Wärmeentwickelung bei dem Uebergang

von 1 G.-Th. Kalk in Kalkhydrat =r 144 W. E-

„ „ ,, Baryt in Barythydrat == 191 „

„ „ „ Strontian in Strontianhydrat = 247

Aber von diesen Zahlen sind nur die beiden letzteren untergleichbar: sie sind der Ausdruck der Wärmewirkung bei derbildung und der Lösung des entstandenen Hydrats in Wasser; währ®® tfdie erste Zahl der Ausdruck der Wärmewirkung für den Ueberg 8 ® jdes Kalks in ein starres Hydrat ist und also hier die dem Uebefg 8 ^ ■des Wassers in den starren Zustand entsprechende Wärmewirkunginbegriffen ist.

Eine sehr grosse Zahl von Bestimmungen liegt vor für die ^ ^mewirkungen bei Vereinigung von Säuren mit Base j 6 i—Salzen. Hess glaubte (1841) nach seinen ersten Versuchen 3 )

*) Darauf hat namentlich Gr ah am aufmerksam gemacht in Philosoph. Wag[3.] Vol. XXII, p. 329, auch Journ. f. prakt. Chem. Bd. XXX, S. 152.

2 ) Annal. de chim. et de phvs. [3.] T. XXXVII, p. 434. ng l. d.

3) Poggend. Annal. Bd. L, S. 385 u. Bd. LII, S. 97; im Auszug in AnChem. u. Pharm. Bd. XXXVI, S. 117 u. Bd. XL, S. 137.

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