488 Wärmewirkungen bei chemischen Vorgängen.
bei chemischen Vorgängen zu den daran Antheil habenden Verwand'schaftsgrössenThomse n in seinen Grundzügen eines thermochemische 1 ’Systemes 1 ) behandelt. Thomsen geht davon aus, dass die Intensivder chemischen Kraft in demselben Körper bei der nämlichen Temp e 'ratur immer eine gleiche ist, und dass die ganze durch eine chewisch eWirkung erzeugte Wärmemenge ein Maass der bei dem Process 111Wirksamkeit getretenen chemischen Kraft ist. Die WärmemenS e ’welche sich entwickeln würde, wenn der Körper seine gesammte cb®'mische Kraft verlöre, wird als das thermodyname Aequival®”,des Körpers bezeichnet; Körper mit gleichem thermodynamem Aeq 1 ”'valent werden isodyname, solche, deren thermodynames Aequi') 1 ’lent verschieden gross ist, heterodyname genannt. Die Wärme"' 11 "kung bei der Bildung einer Verbindung wird betrachtet als der UtJ erschied zwischen der Summe der thermodynamen Aequivalente derstandtiieile und dem thermodynamen Aequivalent der Verbindung. ^,lässt sich hieraus folgern: dass die Wärme Wirkung bei der Zerlegung eh*® 1Verbindung der Grösse nach gleich, aber dem Sinne nach entgegeng esetzt ist derjenigen, welche bei der Bildung der Verbindung stattfind®!'dass die resultirende Wärmewirkung stets dieselbe ist, mag eine 4®’bindung successive oder auf einmal aus ihren Bestandteilen gebild ewerden; dass der Unterschied zwischen den Wärmewirkungen bei ^ efBildung zweier isodynamen Verbindungen von ähnlicher chemisch® 1Formel gleich ist dem Unterschied der thermodynamen Aequival®”^derjenigen Bestandteile, durch welche die chemische Verschieden!*®beider Verbindungen bedingt ist. — Thomsen nimmt ferner an, d®die neutralen Salze der meisten Säuren, die Chlorverbindungen u.jede Klasse für sich genommen, Reihen isodynamer Verbindungengeben. Es lassen sich dann folgende bereits von Hess, Andre'u. A. als experimental gefundene Resultate aufgestellten Sätze folg e * nDie Wärmeentwickelung bei der Abscheidung einer Base durch el . ffandefe aus neutralen Verbindungen ist stets dieselbe und unabhängig
von der Säure, wenn nur die Basen dieselben sind. Wenn ein JVf® t( *
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ein anderes aus neutralen Lösungen abscheidet, so ist die Wärm®® 1wickelung stets dieselbe und unabhängig vom Lösungsmittel, wenn 1,1die Metalle dieselben sind. Wenn eine Säure eine andere aus nea ^L elen Verbindungen abscheidet, so ist die Wärmewirkung stets dies®und unabhängig von den Basen, wenn nur die Säuren dieselben s ’°Die Wärmeeutwickelung bei Bildung einer in Wasser gelösten C’ 1 ’ ^Verbindung ist stets um ein Bestimmtes grösser ^}s die bei derder entsprechenden Jod- oder Bromverbindung stattfindende,zwei Verbindungen sich zu zwei anderen mit den ersteren paar"’ ^isodynamen Verbindungen zersetzen (also z. B. wenn zwei neutr jj e tSalze sich in wässerigen Lösungen gegenseitig zersetzen), so ß” ,keine Wärmewirkung statt, wofern die neu entstehenden Verbind«”^gelöst bleiben; bildet sich hingegen ein Niederschlag, soWärmewirkung ein, welche der Grösse nach gleich aber demnach entgegengesetzt ist der der Lösung der ausgeschiedenen "V® 1 ^düng entsprechenden Wärmewirkung (hiernach lässt sich durch £ e &
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i) Foggend. Annal. Bd. LXXXY1II, S. 849; Bd. XO, S. 261; f G }’ Jjl *Iid. XCII, S. 34; im Auszug Annal. d. Chem. u. Pharm. Bd. BXXXVin,
Bd. XCII, S. 178.