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Wasser.

Grösse der Oberfläche ab, und davon dass die über der Flüssigkeit vor'handene Luftschicht, sobald sie mit Feuchtigkeit gesättigt ist, möglich®*schnell entfernt und durch trockene Luft ersetzt wird; daher lebhafte 1Zug die Verdunstung befördert. Die bei hoher Temperatur mit Wasser'gas gesättigte Luft scheidet bei Temperaturerniedrigung eine entspr®'chende Menge Wasser ab, feinvertheilt oder in grösseren Tropfen od c *bei niedriger Temperatur starr als Eis und Hagel. Ist das Wasserg* 3mit viel Luft gemengt, so scheidet es sich beim raschen Verdichten &äusserst feinen Luft ’einschliessenden Bläschen vertheilt ab, und wirdann als Wasserdampf oder Nebel sichtbar, wie wir solche auch 3U °kochendem Wasser aufsteigen sehen, bis sie sich als eigentliches W« 3 'sergas in Luft lösen und so unsichtbar werden.

Das Verdampfen des Wassers unterhalb des Siedepunktes selb 6bei — 20° C. und darunter bedingt die Erscheinung des Austrockne® 8von Wasser, des Trocknens von Holz, Wäsche u. dgl., des Verdatpfens selbst von Eis an der Luft.

Die Bildung von Wassergas bei gewöhnlicher wie bei höhe 1 ’®Temperatur ist immer bedingt durch Aufnahme latenter Wärme; n a °Watt nahm man an, dass die Summe der freien und gebundenen War® 1immer ==636 sei, so dass z. B. Wassergas von 0° also 636 geh® 11 'dene Wärme enthält; nach R egn ault ist das nicht richtig; nach ihm 13im Dampf von 0°C. freie Wärme 0; gebundene Wärme 606,550° „ „ „ 50; „ 571,7

100® „ „ „ 100; „ „ 587,0

150« „ „ „ 150; „ „ 50*,J

2500 „ „ „ 250; „ „ 430,^

Das Wassergas ist farblos und durchsichtig wie atmosphäris®Luft, es wird sichtbar indem es sich zu tropfbarflüssigem oder f eS ,,Wasser verdichtet. Das specifische Gewicht des Wassergases ist 0, b '^1 Liter wiegt daher 0,804 Grm. — Luft von 0° gegenüber ist ^Wasserdampf von 100° C. == 0,455; 1 Vol. Wasser von 100° C. S ,e ^ sdaher etwa 1700 Vol. Wassergas von 100° C. In 1 Vol. WasserSist 1 Vol. Wasserstoff mit 1 / 2 Vol. Sauerstoff also unter Verdicht®

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verbunden; HO entspricht also 2 Vol., H 2 0 2 = 4 Vol. Wasserg 3 ^Das Verhalten des Wassers ist für die chemischen Processe

grosser Wichtigkeit. Die Gegenwart oder Abwesenheit vonverändert oft wesentlich die stattfindenden Erscheinungen; viele 1 ptionen sind durchaus abhängig von der Gegenwart des Wassers^ ateseiner Menge und namentlich seiner Temperatur. Viele Säurehy^,^röthen im wasserfreien Zustande oder mit reinem Alkohol veI ppe®trockenes Lackmuspapier nicht, und zersetzen nicht die kohlen» . ß j,Salze, während bei Gegenwart von Wasser diese Reactionen sogeintreten. Die alkoholische Lösung von Essigsäure röthet nichtnes Lackmuspapier, zersetzt nicht die kohlensauren Alkalien uiul n ; c jitalkalien; auch reines Essigsäurehydrat bewirkt diese Zersetzung 8 j.Auch die alkoholischen Lösungen von Weinsäure, Citronsäure, fl jj.säure u. a. m. verhalten sich ähnlich indifferent; die wässerigen_ , j; c bgen dieser Säuren zersetzen bekanntlich die Carbonate augenb 1Mit Alkohol verdünntes Salpetersäurehydrat zersetzt nicht kohlenKali, leicht aber kohlensauren Kalk (Pelouze 1 )* • gis®®

Reines Salpetersäurehydrat lässt die Metalle Zinn, Bleö

*) Annal. d. Chem. u. Pharm. Bd. V, S. 260 .