532 Wasser, natürliches.
wässer, welche ausgezeichnet sind, theils durch Temperatur, theils durchdie darin enthaltenenBestandtheile besonders durch die quantitativen Ve^hältnisse derselben, dienen zu Heilzwecken, sie werden als Miner»wässer bezeichnet und sind früher ausführlich besprochen (s.d. Art. Bd. 1S. 300). Das Me’erwasser ist ausgezeichnet durch seinen grossen Geh»an Chlornatrium, zum Theil auch an anderen Chloriden (Chlormagn®sium u. s. w., oder etwa Kali- und Natronsalze (s. Meerwasser, & ^V, S. 145). Manche Landseen sind auch reich an Chloriden zum Th®’_vorwaltend Chlormagnesium enthaltend (s. Salzseen, Bd. VII, S. 21“/’andere Landseen sind nur erweiterte Flussbecken und halten nur Fl' lfSwässer, welches sich hier durch Absetzen klärt.
Regenwasser.
Das Regenwasser nimmt aus der Atmosphäre begreiflich von c j e j’darin enthaltenen Bestandtheilen auf, in vorwaltender Menge natflrn®die löslicheren Theile, mechanisch mengen sich ihm aber die in der L 11 ^schwebenden Staubpartikelchen bei. Das Regenwasser enthält im 10Luft besonders Kohlensäure (s. Atmosphärische Luft, 2. Aufl. Bd. Hi 1S. 452 u. Absorption, 2. Aufl. Bd. I, S. 36 u. 48); nach v. BaumhaU®jenthält es im Maximum 0,009 Vol. des letzten Gases. Baumert f a °tin dieser Luft 1,8 Vol. Kohlensäure, 33,7 Sauerstoff, 64,5 Stickst® ;Peligot fand 2,4 Vol. Kohlensäure, 31,2 Sauerstoff u. 66,4 Stickst®Das Regenwasser wie Schneewasser enthält ferner Salpetersäure, 0nach Schönbein salpetrige Säure als gewöhnlichen Bestandtheil;Schneewasser soll reicher daran sein als Regenwasser; der Rege 11Gewittern enthält auch mehr als sonstiger Regen, doch enthält auch 1terer immer salpetrige Säure. Marggraf wies zuerst um 1750Gehalt von Salpetersäure in Regenwasser, und in Schnee nach. B 0 ssingault*) fand bei einer grösseren Anzahl von Untersuchungen, ® j t1 Liter durchschnittlich 0,2 Mgr. Salpetersäure enthält. Der Ge ‘ ,kann aber bedeutend steigen. Er fand in Paris bei einem vonbegleiteten Regen in 1 Liter Regenwasser 0,55 Mgr., in 1 Litergelwasser 0,83 Mgr. Salpetersäure. So fand sich in Paris in 1 ^ tRegenwasser 0,4 bis 2,1 Mgr. Salpetersäure; in 1 Liter SchneeW® s ^0,3 bis 4,0 Mgr., in 1 Liter Wasser durch Verdichtung von R e ^ e ., te r-halten 10,1 Mgr. Salpetersäure. Boussingault fand im Gefl 11 ePregen auf dem Liebfrauenberg 0,28 Mgr., in dem später fallenden0,04 Mgr. Säure; ein ander Mal im Gewitterregen 2,1 Mgr., 111dann fallenden Regen 0,25 und später 0,19 Mgr. Salpetersäure-Wasser von Nebel fand er dort 0,4 bis 1,8 Mgr. Salpetersäure. ‘rall fand in Paris von 2 bis 36 Mgr. Salpetersäure im Literwasser; Bineau fand in Lyon im Regenwasser im Winter 0,3, ltnmerbis zu 2 Mgr. Salpetersäure, in der Nähe von Lyon im Winte 1 "im Sotnmer 5 Mgr. Salpetersäure. jeä
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Die Salpetersäure oder nach Schönbein salpetrige Säu r ®
Regenwassers ist wohl wenigstens in der Regel an Ambunden, denn dieser Bestandtheil der Atmosphäre fehlt begr
im Regenwasser; nach Schönbein wäre das salpetrigsaureAm^_ ^1zum Theil ein unmittelbares Product der Einwirkung von M»;Stickstoff (s. S. 522). Boussingault fand im Regenwassel 111
!) Corapt'. 1 -end. T. XLVI, p. 1123, 1175.