Band 
Neunter Band.
Seite
534
JPEG-Download
 

534 Wasser, natürliches.

sehe Substanzen, was sich schon durch die Fähigkeit des Wassers i®Fäulniss überzugehen zeigt (Reaction darauf s. unten). Wird das ^ aS ,ser mit Schwefelsäure versetzt eingedampft, so schwärzt es sich; Sm 1fand lOMgr., Marchand 24 Mgr. organische Substanz im Liter; die* eSubstanz enthält zum Theil Stickstoff, zum Theil sind auch wohl sticstofffreie Substanzen darin; Chatin fand im Liter Regenwasser bis ?u50 Mgr. Substanz von der Zusammensetzung von ulminsaurem Ammeniak; Ehrenberg fand in einem schwarzen Regenwasser verrottePflanzentheile.

Das Regenwasser enthält ferner geringe Mengen von Basen: K atlNatron Kalk Magnesia und Spuren Eisen, welche Körper nur aus de®Staubtheilen der Atmosphäre durch das Wasser gelöst wurden. S® 01 .fand in Manchester, dass das Regenwasser immer geringe Menge Ste>®kohlenasche enthielt, die theils in Lösung übergegangen, theils höc®fein vertheilt darin war. Barral fand, dass 1 Liter RegenwasserPlatin aufgefangen in Paris im Mittel 22,8 Mgr., in der Nähe ' r ° 1 'Paris aufgefangen 7,8 Mgr. Rückstand hinterliess.

Brunnenwasser.

Das Wasser löst die verschiedenartigsten Stoffe, vielleicht ist ke 1 ®Körper absolut unlöslich in Wasser. Seine lösende Kraft spielt in d®Naturprocessen eine wichtige Rolle, es befördert und vermittelt »Zerstörung der Mineralsubstanzen, es löst diese zum Theil auf, u ®führt sie so den Pflanzen wie den Thieren als Nahrungsmittel zu. _, Kein Brunnen- oder Quellwasser ist wohl absolut frei von fremden ystandtheilen, manche Quellen, besonders solche welche aus dem T . ffe(kalkfreiem) Sandstein oder Granit kommen, enthalten häufig sehrQuantitäten fremder Stoffe, so dass sie für die gewöhnlichen Zwecke seder Laboratörien als reines Wasser dienen können (z. B. in Heidelb® 1 »^Nach Berzelius ist auch in den nördlichen Provinzen Schwedensches Flusswasser so rein, dass die gewöhnlichen Reagentien es nicht

ben, wenn man es nicht vorher eindampft. Andere Wasser,besonders so

aus dem Kalkgebirge, enthalten gewöhnlich eine sehr bedeutende M®von Salzen, zuweilen so bedeutende, dass sie selbst für viele techi® sZwecke unbrauchbar sind. Manche solcher Quellwässer finden i® ecinische Anwendung als Mineralwässer. ^„

Dass die in den Wässern gelösten festen Stoffe dem Boden 6nommen ist schon lange als Wahrheit anerkannt; schon Plinius ?totes sunt aquae quales terrae, per quas fluunt ! ). ß B -

Die verschiedenen Brunnenwässer enthalten meistens dieselbe 11 ^standtheile nur in äusserst verschiedenen Quantitäten. — Es sollgewöhnlichem Brunnenwasser, nicht von Mineralwässern die Rede

Die Brunnenwässer enthalten Gase: Sauerstoff Stickstoff undlensäure, von 40 bis 60 C.C. im Liter; dieses Gas enthält 50 bis 70Kohlensäure, 25 bis 33 Proc. Stickgas und 10 bis 16 Proc. ^ aue ^ c i,ergas. Die Kohlensäure zum Theil wohl durch Verwesung or S a ' U . , ull gSubstanzen entstanden, ist im Wasser ein wichtiges Agens zui °. ser) .mancher Salze, besonders der Carbonate von Kalk Magnesia aoxydul und Manganoxydul, da diese Salze sich nur in kohles» 11tendem Wasser lösen; auch der Gyps ist löslicher in solchem

J ) Bischof, Lehrb. d. chem. u. phys. Geologie Bd. I, S. 227-