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Neunter Band.
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536 Wasser, natürliches.

Flusswasser.

Das Flusswasser enthält begreiflich die ähnlichen Substanzen w* edas Brunnenwasser und Quellwasser; nur erhält es natürlich weg e ”seiner grösseren Berührung mit Luft meistens die Kohlensäure nickso vorwaltend wie viele Brunnenwässer. Deville u. A. fanden *“1 Liter Flusswasser 14 bis 17 C.C. Stickstoff, 6 bis 8 C.C. Sauerste* 1und 4 bis 16 C.C. Kohlensäure; daher enthält es dann weniger kohle?'saure Erdalkalien, Eisen und Mangan gelöst. Da diese Salze sich * DFolge des Verdampfens der Kohlensäure abscheiden, so ist das Flu««'wasser häufig relativ ärmer an diesen Salzen als viele Quellwäss® 1 '’besonders gegen die Mündung hin, während flussaufwärts der Gehalt &solchen Kalksalzen noch ein grösserer ist. Doch macht besonders d? sKalkcarbonat, welches so unentbehrlich für viele Süss- und Salzwasse 1 'thiere (Muscheln, Austern, Corallen) und Pflanzen ist, noch immer ein® 11wesentlichen Theil des meisten Flusswassers aus (Bischof).

Nach Chatin enthält Flusswasser meistens weniger Jod als ' ,ieles Quellwasser. Organische Stoffe sind wohl in allem Flussw» ss ?enthalten, daher auch Salpetersäure- (salpetrigsaure) Salze ebenso n'*®Ammoniaksalze.

Die Gesammtsumme der fixen Bestandteile ist bei Fluss was-

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geringer als bei den meisten Quellwässern; und die Menge derBestandteile zeigt keine so grosse Differenzen wie bei Brunnenwai(in 1 Liter selten weniger als 0,150 Mgr., und nur selten mehr 840,300 Grm. Rückstand). f

Neben den gelösten Stoffen enthält das Flusswasser mehr ^weniger sichtlich suspendirte Stoffe; in der Seine bei Paris fanden slCin 1 Liter im Minimum 0,007, im Maximum 0,118 Grm. Stoffe suS P.?- g tdirt, im Nil bis 8 Grm.; in 1 Liter enthält aufgeschlämmt und ung edas Aarwasser 0,142 Grm., die Maas im Maximum 0,474 Grm-> ^Minimum 0,014 Grm., der Rhein bei Bonn wenn trübe 0,205, ^j

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dass der feine Thonschlamm aus Rheinwasser sich in Folge der fe* 0Verteilung beim längeren Digeriren fast vollständig in Salzsäure 1

schön blaugrün und klar 0,017 Grm. Diese schwebenden Theile _ s ' ndie im Wasser unlöslichen Theile der Gesteinsarten; Bischof*?

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Verwendung des Wassers. Bei vielen Verwendungen , eWassers kommen seine Bestandteile nur wenig in Betracht; für m»Zwecke ist es jedoch nicht gleichgültig, welcher Art die im ”vorhandenen Bestandteile, und in welcher Menge sie vorhanden ^Namentlich kommt es zuweilen auf den grösseren oder geringerenhalt an Kalksalz und Magnesiasalz an. Man bezeichnet das anSalzen reichere Wasser als „hartes Wasser“ das ärmere dageg®®„weiches Wasser“. Die reineren Wasser wie Regenwasser, *- ^wasser, und solche Brunnenwasser, welche weniger Erdalkalisa lz ? e t,welche freies kohlensaures Natron enthalten, werden als weichboz® 1 ®

Hartes Wasser zeichnet sich in Folge des grösserenan Kalk- oder Magnesiasalzen dadurch aus, dass es mit Sei* en p i»,versetzt einen Niederschlag giebt von fettsaurem Kalk oder . aund dass es dann, weil es keine Seife mehr gelöst enthält, beim v0 oteln nicht schäumt. Hartes Wasser ist daher ungeeignet zum .wird, <Seife und zum Waschen damit, weil immer so viel Seife zersetztalle Kalk- und Magnesiasalze zu fällen. Das harte Wasser hm