Wasserglas. 565
^ e i Zeugen, sondern auch bei Papier. Es wird deshalb in Tapeten-a hril< en vielfältig verwendet und man hat hier nur darauf Rücksicht5? nehmen, dass die Wasserglaslösung concentrirt angewendet wird.—Kuhlmann bereitet mittelst Wasserglas eine sehr haltbare rothe Dinte,^lche der Wirkung des Chlors und der Säuren widersteht. Er ver-Setzt nämlich einen Cochenilleauszug mit Kaliwässerglas.
Eine Hauptverwendung findet das Wasserglas zur HerstellungV ° rz üglichen Mörtels, so wie zur Erzeugung von künstlichem Cementeben solchen Steinen.- Es bedarf nur des richtigen Verhältnisses-fischen Kalk, Sand und Wasserglas, um eine feste steinartige Masseerz ustellen; ebenso erhält man einen sehr guten hydraulischen Kalk,^ en n man 10 bis 12 Theile gepulvertes Wasserglas mit 100 Theilene tzkalkpulver zusammenmischt. Ferner dient die Wasserglaslösungm Kitten von Glas, Porcellan und Metallen, zum Ausfällen der Spal-p. W Steinen, zum Vereinigen und Undurchdringlichmachen pulver-j)] rn VS er un< l poröser Körper u. s. w. Fuchs nannte das Wasserglasdieser Beziehung, da es von ähnlicher Wirkung wie der thierischeeirn ist „mineralischen Leim“ 1 ).
^ . Eie Ersetzung der Seife 3 ) durch Wasserglas, welche einige Male•ngend empfohlen wurde, scheint nach den gemachten Erfahrungen" sehr zweckmässig zu sein. Das Wasserglas reinigt zwar undKt c . auch die Wäsche schön weiss; es wirkt in dieser Beziehungpfe ■ der ® el ^ e i einmal mechanisch abreibend, ohne durch seine Sohlü-ö ^ eri gkeit der Pflanzenfaser viel zu schaden, und ausserdem durch sei-bim ^^kaligehalt; allein Fett und schwer zu entfernenden SchmutzQu 68 n ^ c ^ lt hinweg und es muss daher immer noch eine gehörigeVOn ® ei ^ e mlt angewendet werden. In den meisten Fällenhält - ^ rasser gi as nicht mehr als Soda geleistet und ausserdem be-Sela ^ m ' t W asser glas behandelte Wäsche und Waare durch die ein-^r 0 f erte Kieselsäure eine unangenehme Härte und Sprödigkeit 3 ).au, Zdem findet in England Wasserglas und Seife zusammen noch8e ^hnte Anwendung.
d„ n ^nwotuy*) empfahl zur Conservirung der Eier die Anwen-tr effT \ h ' Qr concentrirten Wasserglaslösung; in der That ein vor-kohj lc ” es Mittel; die Eierschaale verliert durch die Verbindung des8c haft nSaUren Ealkes mit dem kieselsauren Alkali die porösen Eigen-® n i und die Eier lassen sich lange Zeit unverändert aufbewahren,keg g r t u s 5) ern pf a y a p 5 Surrogat für Wachspapier ein mässig star-1 , 1 g , . re, bpapier, welches zweimal mit einer Wasserglaslösung vonAl s p! S specif. Gew. (16 bis 20 Grad B.) überstrichen ist. —■E°Ppel SatZndtte ^ ^ es E° rax beim Löthen ist nach R. Wagner e ) das^^jvasserglas geeignet. Am besten ist es, dasselbe auf der glü-
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n ^aBhand*^' 8 ‘ e Clt >rten Abhandlungen von Fuchs und Kahlmann; ZeitschriftC XhIv 's T] 7!: 1857 ; Dingt polyt. Journ. Bd. CXLVII, S. 463-, —- CI. Marquart,
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T C XLll’« 441 i Peuchtinger, Bd. CL1II, S. 60.
0 brn. nU Konsome, Le Technolog. 1857, p.
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Qu,
Jonas, Dingl. polyt. Journ.357; ferner Dingl. polyt.
' »erh ■ S - 395 - — Dalemagne, Compt. rend. T. I.I, p. 328.
132 iar 0 andlun gen des Vereins zur Beförd. des preuss. Gewerbfl. 1857, S. 130>61«. r 8 ' S. 9«. Bd. CXLV. S. 315. Bd. CI
r>,' “• 214.
2) Ve, CLXIV 'J v <=rha,
Dingl. polyt. Journ. Bd. CXLV, S. 315, Bd, CXLIX, S. 372.
a ntittLt e Q^' = , rlaas - CLI, S. 79. _ 8 ) In England wird Wasserglas in grossen
„ J °Um Fabrikation wohlfeiler Seifen verwendet. — 4 ) No wotu y, Dingl' “■ DXLIII, S. 258. — 6 ) Artus, Chem. Centralbl. 1757, Nr, 47. —
er > Dingl. polyt. Journ. Bd. CXLV, S. 238.