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Wasserstoff
wendetes elektrisches Feuerzeug (s. unter Wasserstofffeuerzeug
S. 584).
Viele Körper haben die Eigenschaften, die langsame und selbstrasche Verbindung von Wasserstoff und Sauerstoff schon bei gewöhnlicher Temperatur und selbst bei einer noch niedrigeren zu veranlassen"Zerstossenes Glas oder anderes scharfes Pulver soll die langsame »ebindung von Wasserstoff und Sauerstoff bei etwa 345° C. veranlasse 0.Eigentümlich ist besonders die Erscheinung bei feinvertheiltem Pia* 11 ®Wird reiner Platinschwamm an der Luft in einen Strom von Wasserstogas gebracht, so wird das Platin zuerst glühend, und entzündet dannWasserstoffgas wie jeder andere hellglühende Körper. Diese 1824 vDöbereiner entdeckte Eigenschaft des Platinschwammes ist zurStellung der früher so allgemein gebräuchlichen Wasserstoff feuerzen^(s. S. 584) benutzt. Der reine Platinschwamm entzündet den Wass e ^Stoff noch bei — 2°C.; verschiedene Gase, Ammoniak, Schwefelwass®Stoff u. a. m., ebenso feste Körper Staub u. s. w'. verringern diesegenschaft oder heben sie auf; der Platinschwamm verliert daher der Lausgesetzt allmälig bei Gegenwart selbst geringer Mengen der genannGase rascher seine Zündkraft; durch Entfernung der fremden Subst^nzen erhält er sie wieder (s. Platinschwamm Bd. VI, S. 601).fein vertheilte Platin zeigt die Fähigkeit Wasserstoff zu entzünd^.’um so kräftiger je feiner es vertheilt ist. Platinschwarz (s. Bd.
S. 602) entzündet daher Wasserstoff so leicht wie Platinschwa ,nReines Filtrirpapier einige Mal mit gelöstem Platin - Salmiak Stränkt, und dann getrocknet und verbrannt, giebt fein vertheiltes F ^tin, welches Wasserstoff leicht nach Pleischl selbst noch bei —•entzündet. g
Aber auch dichteres Platinmetall hat oft die Fähigkeit Wasser® ^leichter zu entzünden als andere Körper. Bringt man sehr feinen
Fig. 25.
vollkommen reinen spiralförmig aufgewunde 0 ^Platindraht schwach erhitzt auf die Oeffnung ^Glasröhre, aus welcher Wasserstoffgas strömb jwird der Platindraht bald glühend und be" ^dann die rasche Verbrennung des Wasserst 0Nach dem Ausblasen bringt sogar der kalte D ra jzuerst die langsame und indem er dabeiwird die rasche Verbrennung hervor. F» ra „hat gezeigt, dass auch Platinblech die Wirkbesitzt, die Verbindung von Wasserstoff mit o® ^Stoff bei gewöhnlicher Temperatur zu berrirwenn seine Oberfläche zuerst durch Erhitze 1 ^.^,etwas Kalihydrat, dann durch Abwaschen mff „ gfser, reiner Schwefelsäure und wieder mit "W®vollkommen gereinigt ist. Auch eine PlatinP awelche mehrere Minuten als positive E3 e ' r c ;f,zur Zersetzung von Schwefelsäure von 1,336Gewicht gedient hatte, besass die Fähigk el ^Verbindung von Wasserstoff und Sauerstoff’ zu veranlassen; zerS ^ e -man unter Anwendung solcher Elektroden angesäuertes Wasser,wirkt nach Aufhören des. elektrischen Stromes die positive Eie'in Berührung mit Wasserstoff und Sauerstoff deren allmälige , e ]b'stdüng (Faraday). Die ganz reinen Platinelektroden bewirken s