586 Wasserstofffeuerzeug.
ist, stellt man zwischen die Ausströmungsöffnung, von der man die fem eSpitze abgeschraubt hat, und denCylinder, welcher den Platinschwamßiträgt, ein Blatt Papier und öffnet dann erst den Hahn. Auf dies®Weise kann das ausströmende Gemenge von Luft und Wasserstoff si®nicht entzünden und explodiren.
Sobald die Säure bis über den Zinkblock gestiegen ist, schlies sman den Hahn, lässt soviel Wasserstoff entwickeln, dass die Säur®aus b herausgedrückt ist, öffnet nun wieder den Hahn und wiederhodies Verfahren drei- bis viermal, um sich überzeugt halten zu dürfet 1 ’dass kein Knallgas mehr in b enthalten ist. Es ist nicht gut den Hah nlängere Zeit offen zu lassen, weil die Gasentwickelung sonst sehr sturmisch wird, Wasserdampf und Säuretröpfchen von dem ausströmende 11Wasserstoffgas mit bis in den Hahn gerissen werden, diesen beschnuff'zen und anätzen. Dann erst schraubt man auf die Ausströmungsonung die feine Spitze, welche abgenommen wurde, um ihre Verunreinigung zu vermeiden, die bei der ersten raschen Gasentwickelung. uDfehlbar eintritt. Die mehrmalige rasch aufeinanderfolgende Gasentwid' 6lung pflegt stürmisch zu sein und Wärme zu entwickeln. Man lässt jetden Apparat 1 / 3 Stunde stehen, bis er ganz abgekühlt ist und dannden Wasserstoffstrom durch kurzes Oeffnen des Hahns auf den Platiuschwamm strömen. Häufig wird man das erste Mal den Wasserstoff aDzünden müssen, wenn der Platinschwamm lange nicht ausgeglüht ist ;
In Räumen, wo viel geraucht wird, oder in Zimmern, welche 1der Nähe von Ställen sich befinden, pflegen die im PlatinschwaK 11 ®sich verdichtenden Gase seine Wirksamkeit bald zu vernichten. E ur . _Ausglühen über der äussersten Spitze einer Spirituslampe pflegt er ■w 1 ®der brauchbar zu werden. Ein zu starkes Ausglühen vor dem Lorohre ist nicht zu empfehlen, der Platinschwamm springt leicht th el ^weise dabei ab und kann zu dicht werden, jedenfalls darf das A®’^glühen nicht in dem gewöhnlich von Messing dargestellten Cyh n .stattfinden, es entstehen dann sehr leicht Zinkdämpfe, die den Pl®^schwamm sofort gänzlich verderben. Mit Staub verunreinigter Pl atU f_schwamm ist manchmal herzustellen, wenn man ihn mit starker Salp®’'^säure befeuchtet und dann ausgliiht. Zuweilen enthält der unwirlt’ 3,gewordene Platinschwamm Zink, aus dem durch das Wasserstoffemit fortgferissenen schwefelsauren Zink; man erhitzt dann den P laschwamm mit concentrirter Schwefelsäure, und wäscht die Säure v°ständig mit heissem Wasser aus (Mohr 1 ). ^
Wenn man aus ganz feinem Platindraht eine Art Pinsel ® a ’ ^diesen in einen Brei von Platinsalmiak taucht und etwas abschW 1B ^so dass nicht ein dichter Schwamm beim Ausglühen entsteht, s° n _ ^nur locker zwischen den Drähten haftet, so dass der Wasserstoffs 1durchblasen kann, erhält man Platinsehwamm in geeigneter Fon 0- ^
Man hat die Zündmaschinen zuweilen so eingerichtet, dass n ^ 6 (,dem Oeffnen des Hahns der brennende Wasserstoff eine Kerze entzun
oder man hat ihnen zuweilen auch äusserlich eine andere Form g e F
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Fig. 31 b ist eine Kugel, oben mit einem Stöpsel versehen, nI1)eine Rinne eingefeilt ist, damit er nicht luftdicht schliessen.unten mit einem langen dünnen Halse, der oben bei c luftd* g ^let>den Behälter v eingeschmirgelt ist, an seinem spitzen Ende den ’^d,Zinkcylinder z aufgesteckt erhält, welcher dadurch festgehalt en
ff) Annal. d. Chem. u. Pharm. Bd. XVIII, S. 55.