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Wein.
Weinverbesser u n g.
Der Weinstock ist keine bei uns ursprünglich einheimische Pflan^'Ohne die Pflege des Menschen würde er verwildern und zuletzt ung eniessbare J?rüchte erzeugen. So ist auch bei uns sein Product 4 erWein in der Mehrzahl der Jahre ein solches, welches viel zu wünsch«”übrig lässt. Die Natur versagt uns unter dem 5Osten Breitegrad häufigden nöthigen Sonnenschein und mit ihm den Zucker in der Beere « Dden Geist in dem Weine. Kommt noch hinzu, dass gerade in diese”Fällen die Säure im Uebermaass vorhanden ist, so erklärt es sich, fl‘ a3ädie Bestandtheile des Weines in einem so ungünstigen Verhältnis 3 ”verändert sind, dass er kaum mehr geniessbar bleibt. Was Mensch « 11gut schmeckt, ist etwas ganz Bestimmtes und an gewisse Grenzen G®'bundenes. Ein Wein unter 6 Proc. Alkohol erscheint uns matt, unwenn er über 10 pro Mille Säure enthält ungeniessbar sauer. Bietetnun die Natur in einem nicht warmen Jahre einen Most, der 1‘2 h) s14 Proc. Zucker und 15 bis 18 pro Mille Säure enthält, so sind ^genöthigt, den daraus bereiteten Naturwein als nicht geniessbar
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Seite zu stellen, oder wir müssen die Mängel des Klimas in einerderen Weise ausgleichen, und damit tritt die Frage vor uns, istVerbesserung des natürlichen Weines zulässig, erlaubt od ^nicht? Diese Frage hat in den letzten zwanzig Jahren eine g r ° ^Bewegung veranlasst, und ist auf beiden Seiten nicht mit BuheBesonnenheit geführt worden, hauptsächlich weil sich der Eihineingemischt hat. Man sollte kaum glauben, dass es mÖgB^ tsei, daran zu zweifeln, dass man einen Mangel der N adurch Kunst ausfüllen dürfe. Alle unsere häuslichen und bürg;liehen Einrichtungen sind darauf gegründet. Wer aber den Zweckmuss auch die Mittel wollen; er muss entschlossen sein, seinen ^ el ” er ,den meisten Jahren entweder nicht zu gebrauchen, oder ihn so zu ,.. r pbessern, dass er ein geniessbares gesundes Getränk wird. Das Be“niss einer Verbesserung des Weines hat sich schon vor sehr langerzu erkennen gegeben, und man hat folgende 4 Arten der Weinverb«rung versucht und empfohlen. ,,
1) Concentrirung des Zuckergehaltes durch Austrocknen der Iben oder theilweises Einkochen des Mostes, Strohwein.
2) Zusatz von Zucker zum Most, Chaptalisiren.
3) Verdünnen der Säure auf ihr richtiges Maass und E r ? a !' Z , eri ,Zucker sowohl für die Verdünnung als für den Mangel, Galli® 11 ,
4) Behandeln des gepressten Beerenmarkes mit Wasser und M 1zusatz: Weinvermehrung, Petiotisiren.
Das Austrockneu der Trauben auf Stroh, woher der Naw° *wein, bedingt einen Verlust an Wasser und concentrirt den Zucker .die Säure zugleich. Die Weine werden geistig, bleiben abernehm sauer. Man hat dann auch einen Theil der Säure durchMarmor, Ammoniak, kohlensaures Kali, neutrales weinsaures K;^^ giltgenommen. Immer hat man sein Product sehr vermindert D» sSvom Einkochen des Mostes. , ^old
Der Zusatz von Zucker zum Moste nach Chaptal yerme 1den Alkohol vermindert aber die Säure nicht, und liefert a sa ure”zweckmässiger wie bei der ersten Methode einen starken a ^ el ist'Wein, weil wo der Zucker fehlt Säure immer in Menge vorban