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Neunter Band.
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627
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Weinsäure. 6 27

j. , Der Weinstein als Absatz aus Wein war schon früher wahrschein*e seit den ältesten Zeiten bekannt; Duhamel so wie Marggraf^ a uch Itouelle d. J. hatten schon sich dahinausgesprochen, dassg'. s ■Alkali im Weinstein präexistire und darin mit einer eigenthümlichene a,Ure verbunden sei; Scheele 1 ) schied diese Säure (1769) zuerst ab (dieg s te seiner vielen und wichtigen Entdeckungen); Retzius 1 ) stellte diey anr ® (1770) wie es scheint zuerst rein dar; Klaproth 2 ) beschrieb das^^'^hren genauer, die Säure ward dann fast allgemein als eigen-ß i U ^ich angesehen; doch sah Hermbstädt sie 1782 noch als^ a t wesentlich verschieden von Essigsäure an. Die Weinsäure ist^ ar nach von Richter 3 ) Thenard 4 ), Prout, von Berzelius, spätera Dumas, von Piria,von Liebig untersucht; die Zersetzungenlrt en besonders Fremy, so wie Laurent und Gerhardt,zeigte, dass sie aus Milchzucker und Gummi durch Oxydation1 ® il lpetersäure erhalten werde.

Die \yeinsäure findet sich sehr allgemein im Pflanzenreich undf re . IJrt wohl zu den verbreitetsten organischen Säuren, sie kommt theilss 'e fi V ° r hauptsächlich gebunden an Basen (Kali und Kalk besonders),^öndet sich hauptsächlich in den Weintrauben und auch in andereni,j des Weinstocks; ferner in den Tamarinden (Tamarindensäure),ei1 unreifen Vogelbeeren, in den Beeren von Ehns typhinum und^ Olabrum so wie von Mahonia aquifolia, in den Maulbeeren, dert, ( ^ arias i in den Gurken, den Kartoffeln und den Knollen von Helianthusj ^ er ° s Us, den Zwiebeln von Scilla maritima , im schwarzen Pfeffer, demg 0 . v on Chelidonium majus , von Rurnex acetosa , im Kraut von Pelar-^ en blättern von Agave americana, in den Wurzeln von Triticum<xli g !s ’ v °n Ruhia tinctonmi, von Leontodon taraxacum , von Nymphaea

na tum

t * etl Kamillenblumen, im isländischen Moos, in Lycopodium compla-' «. a.

Di G

le Weinsäure wird neben Antiweinsäure bei Spaltung derTrau-^iri\v' Ure ( S- Bd. VIII, S 984) erhalten (Pasteur); sie bildet sich beiIj r( j lr kung von Salpetersäure auf Milchzucker oder Gummi (Liebig,bii 3r rtlan n), sowie vielleichtauch durch Zerlegung von Bernsteinsäure,SUßi^'^hernsteinsäure oder Monobromäpfelsäure (s. S. 628). NachVer-Zu ( .|.° n v ®u Home mann 5 ) geben Milchzucker Gummi Rohrzucker undnfit'p. Saure beim Kochen mit Salpetersäure ein Gemenge von Weinsäure. ^ensäure; Stärkmehl und Rechtsglucose geben nach ihm nur Wein-henäK 1 Jjln hsglucose dagegen und vielleicht auch Schleimsäure und Trau-k°bij le ‘ Die Weinsäure soll sich ferner bilden aus der schwarzenNl efh.”, ÄIasse , welche bei der Destillation von Kalium neben dem Me-in , ten wird (Liebig), sie soll beim Auflösen von Schiessbaumwolle^itr 0n ‘ au Se (Kerkhoff und Reuter 6 ) und beim Aufbewahren von*’\^ a schen sich bilden (Schindler 7 ).

^ at ro n ei A m D- r ystallisiren von traubensaurem Natron-Kali oder besser

° n 'Am

lr uoniak bilden sich gesonderte Krystalle von weinsaurem und

^ 6l mR;j,' Ve ' nsaurer n Salz (s. Traubensaure Sfilze Bd. VIII, S. 984).ystalligi rerj von traubensaurem Cinchonicin bleibt das weinsaure

JK 1)

s titna Serl dn* U , S und Scheele, Abh. der Schwed. Akad. der Wiss. 1770, S. 207. —~6 1 T e der Ok essent -tai-t. (Matth, a Parcker) Gotting. 1779. — 3 ) Neuere Gegen-nr Ba - VI > s. 39. - 4 ) Annal. de chim. T. XXXVIII, p. 30. —“D. Che‘ m - rt h Chem - Bd -IXC, S. 283; Chem. Centralblatt 18G4, S. 150. — «) Journ.

16 “d, XL, S. 284. — 7 ) Annal. d. Chemie u. Pharm. Bd. XXXI, S. 280.

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