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Weinsaure Salze.

wirksam (s. Bd. VIII, S. 986 u. Bd. IX, S. 642). Von den Salzen d® 1übrigen organischen Säuren unterscheiden sich die weinsauren Alkali® 11dadurch dass die neutralen Alkalisalze sehr leicht, die sauren weinsa 11 'ren Alkalien besonders von Kali und Ammoniak in Wasser sehr schw® rlöslich, in Alkohol fast unlöslich sind.

Weinsaures Aethyloxyd, Weinsäureäther, Tarte 1 'vjnester, ward von Thenard durch Erhitzen von 6 Thln. Weinsäu'' emit 7 Thln. Alkohol und 2 Thln. Schwefelsäure unrein dargestellt; re 1 ®wird die Verbindung nach Demondesir bei Einwirkung von Salfsäuregas auf eine alkoholische Lösung von Weinsäure erhalten; d 1 ®Flüssigkeit wird schwach erwärmt mit überschüssigem kohlensaui'® 5Alkali behandelt, und dann mit Aether ausgezogen; beim Abdampf 11des Filtrats bleibt der Weinsäureäther 2 (C 4 H 5 Ü) .C 8 H 4 Oi 0 als ell,emit Wasser, Alkohol und Aether in allen Verhältnissen mischb» r ®Flüssigkeit; beim Erhitzen geht sie theilweise in Traubensäure-Aeth^ 1

äther über (Pasteur); beim stärkeren Erhitzen wird sie zersetzt.

it

Weinsaures Ammoniumoxyd. 1) Neutrales: 2 NfttC 8 H 4 O 10 . Das Salz wird durch Sättigen der wässerigen Säure 11,1Ammoniak oder kohlensaurem Ammoniak und Abdampfen in dur® #sichtigen monoklinometrischen hemiedrischen Säulen ') erhalten.

Salz von 1,566 specif. Gewicht schmeckt dem Salpeter ähnlich, es 1sich leicht in Wasser; die Krystalle verwittern an der Luft unter Amoniakverlust; beim Erhitzen werden sie zersetzt. jjj.

Aus einer Lösung von neutralem weinsauren Ammoniak kry® 4 f ^sirt auf Zusatz von etwas neutralem äpfelsauren Ammoniak rel ^jeweinsaures Ammoniak aber in rhombischen Krystallen, an denen ^Flächen ooP (mit den schärferen Winkeln 65° 54') vorherrschen fdie Flächen P(P: ooP = 129° 17'), von den 8 Flächen P sind &nur 2 vorherrschend oder allein vorhanden. Das neutrale Ammon 1tartrat ist also dimorph (Pasteur 2 ). ^gd.

Das gelöste weinsaure Ammoniak polarisirt rechts; [«J = geEine Lösung von weinsaurem Ammoniak, die eine geringe M ^löslicher Eiweisskörper enthält, kann leicht in Gährung versetz! gden, wobei das Polarisationsvermögen verschwindet, während sin* 1sehr geringe Menge eines Absatzes vom Ansehen des Milchsäu 1ments bildet (Pasteur). j C b

2) Saures Salz: NH 4 0. HO . C 8 H 4 O I0 . Dieses Salz bild etleicht, wenn das neutrale Salz mit der nöthigen Menge Weinsäure jjsetzt wird; bei Anwendung concentrirter Lösung erstarrt die Flä®® 1 ®^.durch reichliche Abscheidung des sauren Salzes. Das saure &> ai c b

stallisirt rhombisch nach de la Provostaye, monoklinoinetrisc

Ammoniak behandelt giebt der Weinsäureäther zuerst tartraminsaur® 8Aethyloxyd (s. Bd. VIII, S. 517); bei fortgesetzter Einwirkung bil® esich Tartramid (s. Bd. VIII, S. 516).

Saures weinsaures Aethyloxyd, saurer Weinsäureäth®®’syn. Aetherweinsäure, s. 2. Aufl. Bd. I, S. 266.

Weinsaures Allyloxyd s. unter Allyloxydverbindunge 11 ^

*) de la Provostaye, Annal. de chim, et de phys. [3.] T. HI» P*Rammeisberg, Pogg. Annal. Bd. XCVI, S. 18*, Jahresber. 1855, S. 4 • QfreP

2 ) Annal. de chim. et de phys. [3.] T. XLII, p. 421; Journ. f- P ra

Bd. LXII, S. 474,