Weinstein. 667
^Weilen Blei. Für viele Zwecke ist der gereinigte Weinstein trotz-^ hinreichend rein, so fiir Darstellung mancher weinsaurer Salze,verschiedene technische Zwecke. In vielen Fällen, besonders fürn che pharmaceutische Verwendung ist es nöthig den Weinstein vone n fremden Salzen vollständig zu reinigen.
ii'ür pharmaceutische Zwecke wird es vielfach gefordert den Weinstein'8a i ^ r fi darzustellen; in vielen Fällen z. B. bei Darstellung von Seignette-2 Ü Z Siebt jedoch selbst kalkhaltender Weinstein ein kalkfreies Präparat.
Darstellung von reinem Salz werden 10 Thle. gepulverter Weinsteinda ^ "^hl. Salzsäure, die mit 10 Thln. Wasser verdünnt ist, digerirt undaus S ew aschen; die Salzsäure nimmt hier allen weinsauren Kalk®twas Weinstein auf. Nach Mohr 1 ) ist es zweckmässig, das Aus-
des Weinsteins nicht auf einem Filter (oder Spitzbeutel) vor-
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ßeb atn en, weil hierbei ein grosses Ueberrnaass von Waschflüssigkeitdü n I ' ! l Ucht wird; Mohr bringt das Gemenge von Weinstein mit ver-p/ 111 *' 61 ' Salzsäure auf einen Trichter oder eine abgesprengteb e , c ** e 5 dessen Oeffnung mit Baumwolle oder einem kleinen Filterist; auf die ebene" Oberfläche des Weinsteins wird nun einedichten schlecht filtrirendenPapieres mit aufrechtstehenden Rän-lajj gelegt, und da hindurch das Waschwasser gegossen, es fliesst jetztltle th atl ' un< ^ gleichmässig hindurch, und man braucht bei dieser Deck-nötB' 0< ^ e n * c ' lt unnöthig Waschflüssigkeit, verliert daher auch nicht un-''Einstein.
^ a lkf • ^ a us gewöhnlichem gereinigtem Weinstein soll man den reinen^rch" 61611 ^ eins *' e ‘ n auch unmittelbar aus rohem Weinstein darstellen,äiitt , ■^ ,n ^ü sen in Salzsäure, Entfärben mit reiner Kohle und FällenZusatz von Kalk oder kohlensaurem Natron.
1,1^e adike 2 ) lögt 1 Thl. Weinstein in 1,25 Thln. Salzsäure vondi e e 8 P e cif. Gewicht und 1,25 Thln. Wasser in der Siedhitze, und fällt6r üe “iHd 0 Flüssigkeit mit Kalkmilch (der Kalk muss frei von Thon-an< Ieren unlöslichen Bestandtheilen sein) oder mit kohlensau-■^atron.
il»U 3 ac ^ anderen Methoden reinigt man den Weinstein, indem mantnü ^ ag etwas überschüssigem kohlensauren Natron löst, damit kocht,^atr 0a S ^iare kalkfreie Filtrat mit Salzsäure fällt. Statt kohlensauresifalu ninr| mt Schnitzer 3 ) kaustisches Natron, wobei Eisenoxyd undfilzen', ^ Zui 'ückbleiben (es lösen sich aber leicht Farbstoff, Albuminsub-jj ’ das Filtrat wird durch genaue Sättigung mit Salzsäure gefällt.Vor, iqq schlägt zur Fabrikation im Grossen folgendes VerfahrenWali » e .. rohen Weinsteins werden mit wässerigem kohlensauren
'^s j,.j 8iit tigt; die Hälfte des Filtrats wird mit essigsaurem Kalk gefällt,'Hing a 5 at hiervon auf essigsaures Kali verarbeitet, aus dem Nieder-ste ei " ^ ur ch Zersetzung mit Schwefelsäure eine Lösung von Wein-ar gest e ]p ten ’ mit welcher man die zweite Hälfte der aus Weinstein, D a Lösung neutra-lisirt, wo Weinstein sich niederschlägt.
Farbstoffe und Hefenbestandtheile des rohen Weinsteinslc h ^Urch* 1 ^ 611 ^ eic h t in Lösung gehen, und die alkalischen Lösungen' ^_ °hle auch weniger leicht entfärben lassen, so ist es wohl
S. 4 4 8 ; 8 -25i me A nta r ZU1 ' ptenss. Pharm. 2. Aufl. Bd. II, S. 364; Pharm. Centralbl.*5. li ö v «Bl « v d - 1>har m. Bd. LIII, S. 161. — 2 ) Archiv d. Pharm. Bd. LXVII," 3 - 8 ; 5v 1 er i Chem. Centralbl. 1863, S. 303; Polyt. Centralbl. 1863,
üem . Centralbl. 1861, S. 556.