808 Wundererde, sächsische. — Wurmmoos.
an den Kanten, Strich weiss, Härte = 3,0; spröde, specif. GewicM= 6,3 bis 6,9. Vor dem Löthrohr auf Kohle zerknistert er, ist schinel 2 'bar und reducirt sich zu Blei, Bleibeschlag bildend; mit Borax gle®er im Piatindraht ein klares gelbliches Glas, welches beim Abkiihle Dfarblos, in der Reductionsflamme aber schwarz wird, und nach den 1Ausplatten schmutzig grün mit dunklen Flecken erscheint; mit Phoäphorsalz giebt er ein gelblich grünes Glas, welches bei der Abkühlungblässer und in der Reductionsflamme dunkelgrün wird. Mit Soda al jKohle giebt er Bleikörner. Mit saurem schwefelsauren Kali geschm 0zen giebt er eine Masse, welche mit Wasser und etwas Zink eine bla ue
Flüssigkeit bildet. Das gepulverte Mineral wird von concentrirter Salzsäure
zersetzt, wobei sich Chlorblei abscheidet und die Lösung grünlich r? irBei der Lösung in Salpetersäure bleibt ein gelbes Pulver, weld ie9wesentlich aus Molybdänsäure besteht und mit Säure und Eisen o<F rZink behandelt eine blaue Auflösung ergiebt. K-
Wundererde, sächsische, s. Eisensteinmark.
Wundersalz, oder Glauber’s Wundersal 2 »Säl mirabile Glauben , syn. für das krystallisirte schwefelsaure Nat roD ’NaO . SO a -j- 10 HO; Glauber beschrieb das Salz, welches erKochsalz und Vitriolöl erhalten hatte zuerst (1658) und nannte es P^'miräbile; nach ihm wurde es dann Sal mirabile Glauberi genannt.
Wunderwerk, chemisches. Lana. beobachtete l 6 ^zuerst, dass concentrirte Lösungen von Chlorcalcium und kohlensaun-Kali nach dem Zusammengiessen coaguliren ; dieser Versuch ward l a! ’&als das „chemische Wunderwerk“ bezeichnet.
W urmmoos, Fucus Helmintochorton , ist ein jetzt ziemlich in *gessenheit gerathenes Wurmmittel, welches nach Kützing 1 ) ausGemenge von mindestens 30 verschiedenen Algen besteht, in wel® c jjPolyciphonia Wulfeni und Sphacelaria sooparia vorwiegend „d
Hytoplaea tinctoria spielt eine wichtige Rolle im Wurmmoos, w'ä' 1 ,
das Sphärococcus Helmintochorton Ach. ( Alsiäium H. Kiitzinghvon das Ganze den Namen führt, sich nur spärlich darin findet-wird an der Küste von Korsika gesammelt, wo die Seegewäch s ®Folge starker Brandung nicht die Grösse erreichen, wie an ruhigenEine Beschreibung von der äusseren Gestaltung eines so c °cirten Gemenges zu geben ist .nicht wohl möglich; das ÄlsidiuWmintochorton für sich besteht aus unten niederliegenden nach ozahlreiche fadenförmige wiederholt zweitheilige zugespitzte nn ^. eU 0 jb,gegliederte Aeste sich theilenden Stücken, welche unten schmut® 1 ^^oben oft mehr oder weniger purpurfarbig sind, einen starken Seeg ebesitzen und schleimig-salzig schmecken. r.-tgioS
Der Zelleninhalt der verschiedenen Algen besteht nach K& g ; ehauptsächlich aus Gummi, Schleim und Amylum, in Folge dess° s ;chbeim Kochen mit Wasser eine Gallerte geben. Ausserdem a tin>
Farbstoffe z. B. in Hytoplaea tinctoria das sogenannte Phycoha^ ^y,bei Polysiphonia u. A. das Phycoerythrin (s. d. Art.). Alle aU ®h 0 ieftoplaea enthalten überdies Chlorophyll, welches sich mit AlkoAether ausziehen lässt. Die unorganischen Bestandtheile des
*) Arch. d. Pharmae. Bd. XLI. S. 38.