Zinkradicale, organische. 941
u »d Bromür) bilden diese Körper auch mit Aether, Methyloxyd undeinigen Salzen lose Verbindungen. „
Die 1 Aep. Zink (32,5 Gew.-Thle.) enthaltende Menge der Ver-bindungen enthält auch 1 Aeq. Alkoholradmal und bildet im Dampfeu-fande 2 Volumen; neuerdings wird mdess auch das Atom des Zinksbaufig doppelt so schwer angenommen, wonach das Molekül der Ver-bindungen aus 1 Atom Zink (Zn) und 2 Atomen Alkoholi adical be-gehen würde.
Zinkäthyl.
Aethylzink. Formel: Entdeckt von Frankland 1 )
, .°d9). Es entsteht bei dem Erhitzen von Zink mit Jodäthyl aufj^. D., neben freiem Aethyl, Aethylen, Aethylwasserstoff und Jodzink.
^. le Bildung der gasförmigen Nebenproducte lässt sich fast ganz ver-Rdern, wenn man das Jodäthyl mit Aether vermischt und Sorge trägt,ae Beimengung von Wasser zu vermeiden.
, . Es entsteht hierbei stets eine beträchtliche Menge der Doppelver-k^dung von Zinkäthyl mit Zinkjodür ZnC 4 H 5 -)- Znl, welche erst61 stärkerer Hitze in ihre Bestandteile zerfällt. ■j. Zur Darstellung kleiner Mengen von Zinkäthyl kann man granu-r tes Zink in einer starken Glasröhre mit einem Gemenge gleicher°hirne von Jodäthyl und wasserfreiem Aether übergiessen, und die zuge-ttiolzene Glasröhre im Oelbad oder Luftbad einige Stunden auf 150° C.st; Zen ‘ inzwischen bei der verhältnissmässig hohen Temperatur eincir ker Druck im Innern der Röhre stattfindet, so kann leicht eine Explo-k °. n derselben erfolgen, weshalb man besondere Vorsichtsmaassregeln da-( j 61 2,1 treffen hat. Am besten nimmt man das Erhitzen der Glasröhren inetn von Fraukland 2 ) beschriebenen, nach Art des Papin’schen Di-
j- - rs construirten Apparat vor,und erhält eine Temperatur von 130°bisj _ E. 12 bis 18 Stunden lang. Oeff'net man hierauf die Glasröhren an dem. ei ne feine Spitze ausgezogenen Ende, so entweicht wenig Gas, wenne Spur von Feuchtigkeit ausgeschlossen war. Man verbindet hier-in Spitze der Glasröhre mit dem Tubulus einer mit trockener Koh-^ ß säure gefüllten Retorte und erhitzt sie im Oelbad allmälig auf 190° C.,Inh 61 zuers t Aether dann aber Zinkäthyl iiberdestillirt. Hat man den^ a “ einer Anzahl von Glasröhren iiberdestillirt, so kann man zur Ge-lä tlQun S des reinen Zinkäthyls (für viele Anwendungen des Zinkäthylsdis; S ] ^ le Mischung desselben mit Aether unmittelbar gebrauchen)y Retorte mit einer gleichfalls mit Kohlensäure gefüllten Vorlage in*ndung setzen und nachdem man ein Thermometer durch den Tu-’ s der Retorte eingeführt hat, durch fractionirte Destillation den
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8te j er v on dem Zinkäthyl trennen. Der Siedepunkt des Gemenges
6l , Mlniälig und sobald er 118° C. beträgt lässt man erkalten und
füllt Zt .di® Vorlage durch eine neue, die zuvor mit Kohlensäure ge-
Wurde, worauf beim Erhitzen reines Zinkäthyl überdestillirt.
Btatt der Glasröhren wendet Frankland 3 ) zur Darstellung grös-
S. 8 - 2 * A ' lnal - d. Chem. u. Pharm. Bd. LXX1, S. 213; ferner ebend. Bd. LXXXV,> ai'j Journ - f. prakt. Chem. Bd. LV1II, S. 421; Chem. Centralbl. 1853, S. 225.anal. d. Chem. u. Pharm. Bd. XCV, S. 30. (Vergl. Handwörterb. 2. Aufl.> 1, S. 61 7.1 Si Amtul n HK«. .. PI,.™ R,1. XCV. s oa. T_. t
® 17 ') — 3 ) Anual. d. Chem. u. Pharm. Bd. XCV, 8. 28; Journ. f.‘ein. Bd. I.XV, 8. 22; Chem. Centralbl. 1855; S. 545.