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Neunter Band.
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Zinn.

hier den Vortheil vor dem Bleiweiss, dass es schon als feines lockere-Pulver gewonnen wird, daher das Anreiben init Oel weder mühsi |,nnoch zeitraubend noch .nachtheilig für die Arbeiter ist; man setzt defljgewöhnlichen Oelfirnis auch wohl etwas Dammarfirniss und Terpentin 0zu. Um die Zinkweissfarbe leichter trocknend zu machen, setzt ® aihr wohl etwas Siccativ (s. d. Art Bd. VII, S. 845) zu; Sorel setzdem Zinkoxyd i/iso Harzbleioxyd zu; Rochaz erhält eine glänzenschnell trocknende und harte Anstrichfarbe aus 20 Thln. Zinkweiß3 Thln. Burgunderharz, 1 Thl. Leinölfirniss und genügend Terpentin 0 •

Mit wenig Oel giebt Zinkweiss einen brauchbaren Kitt, der a u °für Dampfkessel angewandt wird. Mit Leimfarbe dient es zum G*siren von Karten. Mit Pertnanentweiss (amorphen schwefelsaurem &ryt) und Wasserglas angemacht verwendet Kuhlmann es zum A°strich. Mit Zinkchlorid giebt es basisches Zinkchlorid, welches zllB1Anstreichen, zum Kitten u. s. w. (s. S. 924) verwendet werden ka 1 * 0

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Zinn, Jupiter, Stannum, Itltain, Tin. Ein zu den Erzmetall 0 ®gehörendes metallisches Element. Symbol: Sn. Aequivalentgewicht(oder 725, vergl. Atomgewichte Bd. II, 1, S. 514). Nach spätere®Versuchen von Dumas x ) ist es richtiger 59, auchVlanderen -) t®®es zu 59 (danach ist es 0= 100 zu 737,5 was mit der früheren At° nlzahl von B.erzelius 735,3 oder ^8,8 nahe übereinstimmt). ,

Es wird gewöhnlich angegeben, dass das Zinn schon zu M° s f aZeiten bekannt gewesen sei; die Phönizier sollen das Metall Kccä&^fQOg von den Cassiteriden geholt haben, welches Wort später allg eI "® ^als die Britannischen Inseln bezeichnend genommen wird. Esdass KaööiTSQog so wie später stannum in den ältesten Zeiten ni°sowohl für Zinn als für manche Legirungen gebraucht ist; jedem*wurden Zinn und Blei für ähnliche Metalle gehalten und oft verwe®seit; Plinius selbst gebraucht stannum nicht für Zinn, sondern ne® 1dieses Plumbum album s. candidum , gegenüber dem Blei oder Plunw"nie/rum. Erst seit dem 4. Jahrhundert bezeichnet stannum unser J etges Zinn (Kopp’s Geschichte), welches Metall später von den ADmisten Jupiter genannt ward und dessen Zeichen 2|. erhielt. , e ,

Zinn findet sich in bemerkbaren Mengen nicht sehr häufig- Ltallisches Zinn fand Damour 3 ) erst in neuester Zeit auf einem G°geschiebe von französischem Guyana, bis dahin hat man dasnur vererzt gefunden, hauptsächlich als Zinnoxyd oder Zinnstein, ^welchem Erze durch ßeduction mit Kohle leicht Zinn erhalten ' veI r _konnte, daher die Gewinnung des Metalls schon früher bekannt vDas Zinn findet sich seltener als Zinnkies d. i. Zinnsulfid mit Sch'" ,e ^kupfer und Schwefeleisen. In geringer Menge findet sich das Zi* 111 j,anderen Erzen beigemengt, so dem Braunstein aus Piemont, ma nCEpidoten und manchen Meteorsteinen; geringe Spuren Zinn fandzelius im Saidschützer Mineralwasser, später ist es auch in viele® a n ,deren Mineralwässern gefunden, in Rippoldsau, im Ragosczy und im

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dur in Kissingen und in vielen anderen.

Das Zinn wird im Grossen hüttenmännisch gewonnen, so nam

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J ) Animi. de ctiim. et de phvs. f3.] T. LV, p. 154; Annal. d. Chem. • 3-

Bd c’xill, S. 20; Jahresber. 1859, S. 3. — 2 ) Scheiknnd. Onderzock H- 6 gg.Stuck, Onderz. 180; Jahresber. 1858, S. 183. — s ) Compt. rend. T. LU, P'