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Neunter Band.
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Zinn, Gewinnung.

Rohzinn.

Handelszinn,

feines

mittelfeines

ordinäres

Sn . . .

95,33 bis 94,92

99,55

98,78

97,05

Cu . . .

2,72 „ 3,64

0,28

0,87

2,32

Fe . . .

0,68 „ 0,76

0,17

0,35

0,64

S und As

Spuren

—

—

, —

Verlust

1,25 bis 0,66

—

—

—

und am schlechtesten das peruanische Zinn, welches nach Kerste 1 ’raffinirt 0,07 Proc. Eisen, 1,93 Proc. Blei und 2,34 Proc. Antimon enthält(vergl. S. 971).

Zinnblech. Dickere Zinnbleche, welche aber seltener in An w ®°"düng kommen, erhält man durch Zerschneiden von gegossenen % * >lS1 1 / 2 Zoll (rheinl.) dicken Platten in kleinere Stücke und Auswalzen der'selben in kaltem Zustande, indem man die Platten anfangs einzeln’später wenn sie dünner geworden mehrere auf einander durch d |fiWalzen lässt. Gauz dünne Blätter Stanniol oder Zinnfolie wer -den entweder dadurch erhalten, dass man eine grössere Anzahl sch° ndünn gewalzter Platten gleichzeitig unter die Walzen bringt oder <h®'selben unter Stanniolhämmern schlägt. Bei letzterem Verfahr® 0werden 14 Zoll (rheinl.) lange, l 1 /^ Zoll breite und dicke gegosse> ieStäbe von reinstem Zinn unter einem Streckhammer zu G bis 10 1 <U?Länge ausgedehnt (das Strecken), dann mehrere derselben auf einandergelegt und unter einem Zainhammer geebnet (das Ausebnen), wok® 1ihre Länge auf 8 bis 12 Fuss kommt. Die Stücke werden in der haben Länge durchgeschnitten, die Hälften auf einander gelegt, nöthig® 0falls unter dem Zainhammer wieder auf 6 bis 10 Fuss bei 3 bis 4 % 0 'Breite ausgelängt (das Langzainen), ein Packen oder Büschel vi®!® 1solcher aufeinander liegenden Blätter (der Schlag) abermals mitf e °durchgetheilt, erst noch etwas in die Länge (Ab längen), dann unt® 1dem Zainhammer in die Breite gestreckt (Breitzainen), worauf ’' !ljAusplatten zu der erforderlichen Dicke (bis zu Vi 5 oo Zoll) unter d® 1 ^Platthainmer erfolgt. Um ein Anhaften am Hammer zu verhüten, ^streicht man das oberste und unterste Blatt mit Oel. Zuletztjedesmal ein Schlag Blätter (30 bis 190 Stück) an den Seiten besch 111 ^ten, mit einem hölzernen Hammer auf einer glatten eisernen Unterh'ogeebnet, die einzelnen Blätter sortirt und wohl noch weiter zer schnitte 0 'Nach einem neuen Verfahren von Massiere giesst man direct d> 10 _Zinnplatten, welche dann noch durch Schlagen verdünnt werden ,n ' |Ssen, auf die Weise, dass man flüssiges Zinn aus einem Bronzetri® 11gleiclunässig über eine unter 75 Grad geneigte präparirte Stcinpk 1 ^ttiessen lässt, indem man den Trichter von oben noch untenund dann die Zinnplatte wegnimmt. Man kann auf diese Weise800 bis 900 Blätter anfertigen. Zum Einwickeln von Esswnaren, \fümerien u. s. w. bedient man sich bald einer möglichst reinen bald 0, _°bl ei hal tigen Z innfolie, welche letztere zwar billiger ist und sich l® lt ^ter walzen u. s. w. lässt, den darin eingewickelten Gegenständen G 1 j,Schnupftabak u. s. w.) aber einen für die Gesundheit nachtheilig 011gehalt mittheilen kann. Um letzteres möglichst zu vermeiden, ) ve «j„nman mit Zinn plattirte Bleifolie an, in welcher das Blei ganz mit •*umschlossen ist. Man giesst zu diesem Zwecke in einer Form30 bis 35Kilogr. schwerePlatte aus einer Legirung von 8 bis 10 r .Zinn mit 90 bis 92 Proc. Blei, legt dieselbe (Kern) mit 3 Zapf° n