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Zinnchloride. 997

J‘ ält »eben Zinnoxyd eine gelbe krystallinische und sublimirbare Ver-dung 3SuGl 2 .N 2 0 4 Gl 2 .

Eine Verbindung von Schwefeiperchlorid mit Zinnchloridn 6 l 2 .S 2 Gl 4 entsteht bei Einwirkung von Chlor auf Zinnpersulfid^ Bd. IX, S. 1048 u. unter Schwefelsuperchloriir Bd. VII, S. 457).

Der Dampf der wasserfreien Schwefelsäure wird von Zinn-Chlorid leicht absorbirt unter Bildung einer starren wasserfreien MasseUvosei).

Zinnchlorid absorbirt Schwefelwasserstoff unter Abscheidung'»n Salzsäure; nach Dumas enthält die klare gelbliche Flüssigkeit Zinn-C* c hloroSulfid 2SnGl 2 .SnS 2 ; beim Erhitzen zerfällt es in flüchtigeshlorid und zurückbleibendes Zinnsulfid.

Zinnchlorid bildet mit Aether eine krystallinische VerbindungjC» Gl., . C 8 IljQ 0 2 (s. unter Aether 2. Aufi. Bd. I, S. 205). Mit Al-ohol zersetzt es sich unter Bildung von Aether Aethylchlorür und^innoxyd (s. unter Alkohol Bd. I, S. 482). Mit Oxaläther entstehtkrystallisirbarer Körper 2 SnGl 2 .C 12 Hio 0 8 , der durch Wasser zer-®gt wird unter Abscheidung von Oxaläther (Lewy 2 ). Auch mitVle le» Nitrilen 3 ) entstehen krystallisirbare Verbindungen so mit Ace-°»itril, Propionitril, Capronitril, Benzonitril u. a.

Von den Verbindungen des Ziunchlorids sollen hier noch die mitAmmoniak und mit Chloralkalimetallen besprochen werden.

Ammoniak-Zinnchlorid, NH 3 . SnGl 2 oder tI 3 SnNGl 2 , d. i.^ t£ innammoniumchlorid. Das trockene Zinnchlorid absorbirt reich-»ch Ammoniakgas unter starker Erhitzung; die weisse pulverige Masse) v *rd nach der Sättigung mit Ammoniakgas sublimirt. Die Verbindungkrystallinisch und gelblichweiss; sic lässt sich unverändert auch in; »sserstoff sublimiren; sie löst sich in kaltem Wasser; aus der wässe-r *gen Lösung krystallisirt beim Verdampfen im Vacuum das Stannam-'»oniumchlorid unverändert; lässt man die wässerige Lösung stehen,gelatinisirf sie nach einigen Tagen, beim Erhitzen sogleich; auchc hwefelsäure scheidet eine Gallerte ab, die auf Zusatz von mehrWas-Ser sich wieder löst.

Phosphor Wasserstoff zersetzt die Verbindung nicht in der Kälte,“mm Erwärmen unter Entwickelung von Ammoniak (Rose 4 ).

Nach Grouveile und I’ersoz 5 ) absorbirt da 3 Zinnchlorid zwei•^■tome Ammoniak und ist daher 2lI 3 N.SnGl 2 ; ob ein Theil des Am-moniaks hier fester gebunden ist als der andere, bleibt weiter zu unter-suchen.

Das Zinnchlorid verhält sich den Alkalimetallchloriden und Erd-‘dkalimetallchloriden gegenüber elektronegativ; es bildet damit Doppel-Sa lze (Chlorostannate), die durch Verdampfen der gemischten Lösun-§ e » beider Chloride dargestellt und zum Theil in gut ausgebildetenir ystallen erhalten werden.

Ammonium-Zinnchlorid, NH 4 GI . Sn Gl 2 . Dieses Salz bil—L et s ich beim Vermischen concentrirter Lösungen von Zinnchlorid undMmiak; es scheidet sich dabei als krystallinisches Pulver ab; beim Ver-f »nsten weniger concentrirter Lösungen scheidet es sich in grösseren

3 . , B Poggend. Anna!. Bd. XLIV, S. 320. - a ) £«mpt. «nd T. XXI, p 371. —

?.V* onk «, Annal . d . C Uem. u . Pharm . Bd. CVI, s. 272 - 4 ) Poggend. Annal.

XXIV, s. 163. — 6 ) Annal. de ehim. et de päys. [2.] T. XUV, p. 322.