Zinnerz. — Zinnfluoride. 999
j 5a lium gelöst. Auch Zinnsulfiir löst sich in geringer Menge im Cyan-* a lium. Zinnchlorür zersetzt sich bei Zusatz von Cyanquecksilber, esentwickelt sich Blausäure und Zinnoxydhydrat mit Quecksilber fällt nieder.
Zinnerz, Zinnstein, Kassiterit, Komisch Zinnerz, py-•Oniöales Zinnerz, Etain oxide , Cassiterite , Oxide of Tin, Sn0 2 , mit. w ’ as Eisen nach den Analysen von Klaproth x ) des von Alternonn ~ 'nwall und Schlackenwald in Böhmen, von Berzelius 2 ) des vonbei Fahlun in Schweden, von Vauquelin 3 ) und Collet-Des-s Cot ilsi) des fasrigen aus Mexiko, von Mailet 5 ) des aus der Graf-. aft Wicklow in Irland, von Bergemann 6 ) des fasrigen von Xeresln Mexiko. Das Zinnerz krystallisirt quadratisch und bildet vorherr-ßhend die Cornbination des quadratischen Prisma oo P mit einer stum-P e ; n quadratischen Pyramide P, deren Endkanten 121° 35' und derenö ®denkanten 87° 17' messen; dieKrystalle sind mehr oder minder kurzP ri smatisch bis nadelförmig, auch pyramidal, meist noch combinirt mitanderen Gestalten, wie mit der nächst stumpferen quadratischen Pyra-jjnde p deren Endkanten = 133° 26' und deren Seitenkanten =,r >9' sind, mit dem quadratischen Prisma ooPoo, octogonalen Pris-1,1e n und Pyramiden. Häufig sind Zwillinge, nach Poo verwachsen,^nbei die Hauptaxen unter nahe 112° geneigt sind, und die Zwillings-ydung gich mehrfach wiederholt (Zinnzwitter). Ausser in auf- und® ln gewachsenen Krystallen und körnigen Krystalloiden (Zinngraupen)adet es sich auch derb mit krystallinisch-körniger Absonderung bisl eht, eingesprengt, selten fasrig (Holzzinnerz, Holzzinn), in eckigenLücken, Geschieben und losen Körnern (Seifenzinn, Zinnsand). Es istQuvoiikommen spaltbar parallel oo P und oo P a>, der Bruch ist musch-’Si uneben bis splittrig. Es ist vorherrschend braun bis schwarz, gelb,jjßlblichroth, grau, selten farblos, hat Demant- bis Wachsglanz, ist un-Ur chsichtig bis durchscheinend, spröde, hat weissen bis hellbraunentr ich, die Härte = 6,0 bis 7,0, das specif. Gewicht = 6,8 bis 7,0., n Säuren ist es unlöslich, vor dem Löthrohre unschmelzbar, reducirtauf Kohle in der Reductionsflamme nach längerem Blasen leichter^ Soda zu Zinn; reagirt mit den Flüssen oft auf Eisen und Mangan.
p inbo
Zinnerz, pyramidales, syn. Zinnerz.Zinnfahlerz, syn. Stannin.
Zinnfluoride. Das Zinn verbindet sich auch mit Fluor in' e n zwei Verhältnissen wie mit Chlor und Brom; das Zinnfluoriir istdas Zinnfluorid SnF 2 .
Zinnfluoriir.
p Einfach-Fluorzinn. Formel: SnF. Zinn wird von wässerigerusssäure nicht merkbar gelöst. Die Auflösung von Zinnoxydul in^ v ä,3e er jg e r Flusssäure giebt beim Abdampfen Zinnfluorür in kleinen8 änzenden undurchsichtigen Säulen von süsslich herbem Geschmack;
*) Dessen Beiträge Bd. II, S. 245. — 2 ) Scbweigg. Journ. Bd. XVI, S. 25G.O N. Journ. d. Chem. Bd. V, S. 231. — 4 ) Annal. de eben. T. I.III, p. 268."" °) Journ. Dubl. geol. Soc. T. IV p. 272.— 6 ) Leonli. Jahrb. f. Min. 1857, S. 395.